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Mercedes E500 (w124) – Ein unvergleichbares Auto

Von Mercedes erdacht – von Jaguar erbaut: Die Rede ist vom Mercedes E500. Bei seinem Debüt im Jahr 1990 in Paris übertraf der 500 E der Mittelklassebaureihe W124 alle Erwartungen und sorgte für extremen Wirbel.

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Der 500 E war und ist etwas ganz Besonderes, etwas noch nie da gewesenes und das zeigte er auch. Der erste seiner Art mit einem V8 Motor – vollkommen neu für eine Mittelklasse-Limousine. Schon allein durch bloßes Betrachten führte der 500 E eindrücklich vor, was der zukünftige Fahrer zu erwarten hatte. Wuchtige Acht-Zollräder, geänderte Scheinwerfer, die etwas tiefer gelegte Karosserie und die veränderte Bugschürze mit den eingebauten Nebelscheinwerfern drückten ganz klar aus – diese Mittelklasse Limousine ist stark, schnell, luxuriös und sündhaft teuer. Mittlerweile ist der 500 E der längst einer der begehrtesten “Youngtimer” und lässt Kenner und Autoliebhaber vor Begeisterung mit der Zunge schnalzen.

Der Mercedes 500 E (w124) – Luxus und Komfort

Auch wenn er in die Jahre gekommen ist, strahlt der 500 E noch immer die Mercedes typische Zuverlässigkeit und Lässigkeit aus, die diese Wagen so beliebt machen und – die den 500 E zu einem wahren Kultauto gemacht haben. Vor allen Dingen sein Innenleben wird Dich begeistern. Warmes Nussholz in einer Mittelkonsole, die schlicht, elegant und nicht so überladen wirkt, wie die Cockpits der heutigen Wagen. Serienmäßig wurde der 500 E mit dem Becker Mexico 2000 ausgestattet, ein Radio, welches sich unauffällig in die gut übersichtliche Mittelkonsole einfügt.
Viele Erstbesitzer leisteten sich in den 90er Jahren die Vollausstattung mit Ledersitzen. Einladend sind sie, die Sportsitze mit dem festen Rindslederbezug, fast so gemütlich wie der Fernsehsessel Zuhause. Die Steppung ist ähnlich der des R 129, klassisch elegant. Formschöne, bequeme Kopfstützen rahmen die Sitze ein. Das warme Nussholz zieht sich durch das ganze Cockpit, selbst das Lenkrad ist mit Holz abgesetzt – warm, glänzend, von ungeheurer Eleganz.

Die Power-Limousine aus Zuffenhausen

Einen erheblichen Anteil an der Herstellung des Mercedes 500 E hat übrigens Porsche. Porsche, auch in Stuttgart ansässig, wurde recht schnell von Mercedes – Benz mit der Entwicklung und Herstellung des 500 E mit betraut. Die Fertigung wurde zwischen den Werken aufgeteilt: die Rohkarosserie wurde im Benz-Werk in Sindelfingen bearbeitet, die Endmontage übernahm Porsche in Zuffenhausen.
Bis 1995 wurden insgesamt nur 10.479 Exemplare des Mercedes 500 E der Baureihe w124 gebaut. 134.520 DM betrug der stolze Preis für die ersten der Reihe. Ab 1993 pendelte sich der Preis bei 145.590 DM ein, der Name änderte sich zu E500. Trotz des stolzen Preises fanden sich über 10.000 begeisterte Käufer. Anhand der Zahlen wundert es mit Sicherheit niemand, dass kaum noch ein gut erhaltener 500 E auf dem Markt erhältlich ist. Wer jedoch das seltene Glück hat, eines dieser absoluten Traum- Kultwagen zu ergattern, kann sich glücklich schätzen, denn mit dem Mercedes 500 E hast Du eine zuverlässige Power-Limousine mit außergewöhnlicher Alltagsqualität.

Der kraftvolle, leise und sparsame Motor und das Viergang-Automatikgetriebe, welches den 500 E butterweich von einem Gang in den nächsten schaltet, stammt ursprünglich aus dem Mercedes 500 SL. Allerdings wurde im 500 E erstmals ein sogenannter Einheitsdeck-Motor verbaut. Das Kurbelgehäuse eignet sich für das 4,2 Liter ebenso wie auch für das 5 Liter Aggregat. Dadurch ist der Motor etwas niedriger als der “Kollege” des 500 SL. Die Einspritzanlage Bosch LH-Jetronic mit Luftmassenmessung und elektronischer Steuerung löste im 500 E die damals übliche mechanisch-elektronische KE-Einspritzung ab. Um den Kraftstoffverbrauch und die Schadstoffemissionen zu verringern, schraubte Mercedes – Benz die Motorleistung im Oktober 1992 auf 320 PS herunter.

Mercedes 500 E (w124) – Die Fahreigenschaften

Die Straßenlage und der Fahrkomfort sind absolut herausragend. Selbst bei Vollgas liegt der 500 E wie auf Schienen gezogen auf der Straße. Das Motorengeräusch wird dann zwar etwas stärker wahrgenommen, Gespräche in normaler Lautstärke sind jedoch kein Problem. Die Höchstgeschwindigkeit wurde bei 250 Kilometer pro Stunde elektronisch begrenzt, ohne diese Begrenzung würde die “alte” Schönheit 270 km/h locker überschreiten. Von 0 auf 100 braucht der 500 E übrigens gerade einmal 6,1 Sekunden – ein Sportwagen in der Verpackung einer Mittelklasse Limousine.

Die Fertigung des 500 E wurde im April 1995 eingestellt. Kurz darauf wurde die neue Baureihe 210, die die W 124 ablöste, vorgestellt und nicht wenige bedauerten, sich kein Exemplar der Sportlimousine geholt zu haben.
Wer heutzutage auf der Suche nach einem E500 ist, profitiert auch heute noch von der langlebigen Qualität der W 124 Baureihe. Vor Rost ist natürlich leider kein Automobil geschützt, wenn du mit dem Gedanken spielst, dir einen Mercedes 500 E anzuschaffen, solltest du den Wagen vor dem Kauf auf Herz und Nieren prüfen. Ersatzteile sind auf dem Markt erhältlich, allerdings Mercedes-Benz typisch sündhaft teuer. Über den V8-Motor muss man sich weniger Gedanken machen: auch hier profitiert man von der langlebigen Qualität. Problemlos laufende Motoren mit einer Laufleistung von weit über 250.000 Kilometern sind beim Mercedes-Benz E500 keine Seltenheit.
Preislich liegt die alte Kultschönheit – wenn man tatsächlich noch Exemplare zum Kauf findet – bei circa 5000 Euro, bis hin zum Zehnfachen. Wer nicht selber Hand anlegen kann, sollte im Zweifelsfall gleich etwas mehr Geld anlegen und einen Wagen in Top-Kondition kaufen.

Bildquelle:

  • mercedes-benz-e500-w124-schwarz-weiß: ©pixabay.com
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