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Rolls Royce Cullinan (2019): Das Luxus-SUV der Briten

Rolls Royce Cullinan Frontansicht

Die meisten Hersteller von Luxusautos haben seit einigen Jahren ein SUV im Produktportfolio. Einzige Ausnahme war bisher Rolls Royce, doch mit dem Rolls Royce Cullinan war es 2018 dann auch beim britischen Autohersteller soweit.

Hier geht es zur Bildergalerie des Rolls Royce Cullinan

Besser spät als nie, dachte man in Bracknell, in der Grafschaft Berkshire und entwickelte ein Luxus-SUV auf der Plattform der neuen Phantom-Limousine. Wie zu erwarten teilt sich das SUV viele Styling-Merkmale und Funktionen mit der Luxus-Limousine. Obwohl Rolls Royce keine Tradition beim Bau von SUVs besitzt, kann das Unternehmen auf eine Reihe von robust gebauten Fahrzeugen zurückblicken, die besonders in Ländern wie Indien und Australien auch bei schwierigstem Terrain ihre absolute Zuverlässigkeit unter Beweis stellten. Der Rolls Royce Cullinan ist nicht nur das erste SUV des britischen Herstellers, mit diesem Fahrzeug wurden auch neue Technologien wie Allradantrieb, Offroad-Fahrmodus und ein neues Federsystem für unwegsames Gelände eingeführt. Der wahre Grund für die Existenz des Rolls Royce Cullinan ist jedoch die Herausforderung des Konkurrenten Bentley Bentayga. Allein mit dem Modell Bentayga hat Bentley schon mehr Autos verkauft, als alle Rolls Royce-Modelle zusammen.

Wie schon die Bilder der ersten Prototypen zeigten, ist der Rolls Royce Cullinan praktisch eine Phantom-Limousine mit einem anderen Heck und höherer Bodenfreiheit. Die Fronten sind fast identisch: Der große Kühlergrill, der von schlanken, rechteckigen Scheinwerfern flankiert wird. Auch die kleinen Öffnungen unter den Scheinwerfern wurden vom Phantom übernommen, ebenso wie die Stoßfänger. Im Gegensatz zum Bentley SUV, das mit einer sportlichen Dachlinie ausgestattet wurde, entschied man sich beim Rolls Royce Cullinan für ein eher kastenförmiges Layout. Phantom-ähnlich sind außerdem die Kotflügel und die hohe, fast gerade verlaufende Gürtellinie mit den unscheinbaren Seitenschwellern. Auf die Verkleidung der Radkästen wurde beim Cullinan verzichtet, was etwas ungewöhnlich für ein SUV ist.

Durch seine höhere Federung hebt sich der Rolls Royce Cullinan vom Rest der Modellpalette ab. Besonders die sehr dicke C-Säule und die hoch liegenden Fenster geben dem Fahrzeug ein einzigartiges Aussehen. Auch das Heck unterscheidet sich von jedem anderen Rolls Royce, der zurzeit erhältlich ist. Trotz des kastenförmigen Designs und der sehr kurzen Heckklappe sieht das Fahrzeug mit seinen vertikalen Rücklichtern sehr ansprechend aus. Der ziemlich große Dachspoiler verleiht dem Wagen einen Hauch von Sportlichkeit. Der Laderaum, den der Hersteller “The Clasp” nennt, kann durch eine zweiteilige elektrisch betriebene Klappe von 555 Liter auf 1930 Liter erweitert werden. Die geteilte Heckklappe bietet zum Beladen des Kofferraumes mehrere Optionen. Für ein gepflegtes Picknick in der Natur biete das Fahrzeug bei geöffneter Heckklappe zwei ausklappbare Campingsitze und ein kleines Tischchen.

Der Rolls Royce Cullinan basiert auf der gleichen Architektur wie die Limousine Phantom. Natürlich wurde die Plattform etwas überarbeitet, um die Off-Road Fähigkeiten des Fahrzeugs zu ermöglichen. Der Cullinan ist nicht der größte je gebaute Rolls Royce, doch mit einer Länge von etwa 5,33 Metern und einer Höhe von 1,84 Metern nicht gerade als klein zu bezeichnen. Der Radstand ist etwa 25 cm kürzer, dafür ist das SUV etwa 14 cm breiter und 19 cm höher die Limousine. Die 22 Zoll Felgen ermöglichen dem Fahrzeug stärkere Federn und Achsen sowie eine geländegeeignete Sitzanlage. Ohne Zuladung wiegt der Luxus-SUV etwa 2,5 Tonnen. Ähnlich wie beim Phantom kann der Kunde sich auch beim Cullinan im Fond für Einzelsitze oder eine bequeme Sitzbank entscheiden. Durch seine kantigen Design-Merkmale wirkt der Cullinan deutlich größer als sein direkter Konkurrent Bentley Bentayga.

Rolls Royce Cullinan: Das hat er unter der Haube

Nicht nur die Plattform, auch der Motor des Rolls Royce Cullinan wurde von der Limousine übernommen. Der 6,75 Liter V-12 Motor erhielt eine SUV Sport Revision. Das Kraftwerk liefert 563 PS und hat ein Drehmoment von 850 Newtonmeter, was für ausgezeichnete Sprintwerte sorgen dürfte. Mehr als 250 km/h lässt die Elektronik des Cullinan jedoch nicht zu. Der Kraftstoffverbrauch soll bei etwa 15 Litern pro 100 km, die CO2-Emission bei 341 g/km liegen. Das SUV besitzt dasselbe Achtgang-ZF-Automatikgetriebe wie die Phantom-Limousine, allerdings wird hier die Kraft auf alle vier Räder verteilt. Damit ist der Cullinan der erste Rolls Royce, der über einen Allradantrieb verfügt.

Der SUV ist außerdem mit einer Allradlenkung ausgestattet, eine Eigenschaft, die zur Verbesserung der Stabilität und Wendigkeit beiträgt. Die Räder werden durch eine selbstnivellierende Aufhängung gesteuert, deren Computer in jeder Sekunde zahlreiche Berechnungen durchführt und die Stoßdämpfer-Einstellung kontinuierlich anpasst. Um eine reibungslose Fahrt zu ermöglichen, reagiert das System auch auf Karosserie- und Radbeschleunigung, Lenkeingaben und Kamerainformationen. Dank Elektronik erkennt das Fahrzeug, wenn es die Traktion verliert und leitet durch die Einstellung der Stoßdämpfer entsprechende Maßnahmen ein.

Laut Angaben des Herstellers kann das Fahrzeug Wasser bis zu einer Tiefe von 54 cm problemlos durchfahren. Im Vergleich zum Bentley Bantayga sind das etwa 4 cm mehr. Dafür bietet der Bentley mit seinen Diesel-, Benzin- und Hybrid-Motoren (2018) eine größere Vielfalt unter der Motorhaube. Allerdings soll der Cullinan schnellstens mit einem potenten V8-Diesel ausgerüstet werden, der mit seinen 435 PS schon im Audi SQ7 einen stilvollen Eindruck hinterlassen hat.

Die Ausstattung

Im Innenraum ist der Cullinan fast identisch mit der Phantom-Limousine. Auch hier bestehen die meisten Oberflächen aus Leder, Holz oder Metall. Es gibt jedoch ein paar Merkmale, die den Cullinan von den anderen Fahrzeugen des Herstellers unterscheiden. Das beginnt mit dem großen Infotainment-System in der Mittelkonsole, dem überarbeiteten Beifahrerbereich und den geänderten Armlehnen in der Tür. Maximalen Komfort beim Einsteigen bieten breiten Türen, das Fahrzeug wird um 4 cm abgesenkt, sobald die Türen geöffnet werden.

Die Rückbank bietet das gewohnte Drei-Sitz-Layout, wer mit viel Gepäck unterwegs ist, kann die Rücksitze umklappen und dadurch das Volumen des Gepäckraums beträchtlich erweitern. Um den Sitzbereich vom Kofferraum zu trennen ist das SUV mit einer Trennwand aus Glas ausgestattet. Die gläserne Trennwand macht den Cullinan zum ersten Drei-Box-SUV der Welt.

Technisch gesehen ist der Rolls Royce Cullinan mit den neusten Funktionen ausgestattet. Darunter sind die Assistenten Night Vision und Vision Assist mit Tag- und Nachtwarnungen für Wildtiere und Fußgänger, Alertless Assistant, ein Vier-Kamera-System mit Panoramasicht, Rundumsicht und Helikoptersicht, einem aktiven Tempomat, Assistenten für Kollisions-, Querverkehrs- und Spurwechselwarnungen, ein hochauflösendes Head-Up-Display sowie WLAN-, Navigations- und Unterhaltungssysteme. Auf der zentralen Konsole befindet sich der “Off-Road”-Knopf, der den Cullinan von anderen Modellen unterscheidet. Dort sind auch die Kontrollen für das Anfahren am Berg sowie die Höhenverstellung platziert, die einen sofortigen Zugriff auf die Off-Road-Fähigkeiten des Fahrzeugs ermöglichen.

Preis und Marktstart

In Deutschland dürfte mit dem Cullinan kaum vor Ende 2018/ Anfang 2019 zu rechnen sein. Rolls Royce steht mächtig unter Druck, denn andere Hersteller Bentley, Mercedes oder BMW sind schon viel länger im Segment der Luxus-SUVs vertreten. Über den Preis lässt sich zurzeit nur spekulieren. Der Bentyga kostet etwa 208.000 Euro, der britische SUV mit der Emily auf der Kühlerhaube dürfte nicht unter 300.000 Euro zu haben sein.

Bildquelle:

  • Rolls Royce Cullinan SUV: ©Rolls-Royce
  • Rolls Royce Cullinan von oben: ©Rolls-Royce
  • Rolls Royce Cullinan seitliche Frontansicht: ©Rolls-Royce
  • Rolls Royce Cullinan Seitenansicht: ©Rolls-Royce
  • Rolls Royce Cullinan fährt Straße entlang: ©Rolls-Royce
  • Rolls Royce Cullinan Dach: ©Rolls-Royce
  • Rolls Royce Cullinan Frontansicht: ©Rolls-Royce
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