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Tesla Model 3: Gefragtes Elektroauto auf dem Prüfstand

Tesla Model 3 Seitenansicht

Der Hersteller des Tesla Model 3 wartet mit einem qualitativ hochwertigen E-Automobil auf. Was steckt drin im neuen E-Automobil?

Hier geht es zur Bildergalerie des Tesla Model 3

Viele Autofans warten bereits sehnsüchtig auf das neue Elektroauto Tesla Model 3. Denn dieses Fahrzeug gehört derzeit zu einem der begehrtesten Autos der Welt. Dennoch ist es ebenso eines der am meisten diskutierten Wagen, die von Autoherstellern angekündigt wurden. Das liegt vielleicht auch daran, dass das Tesla Model 3 in den USA bereits in hoher Stückzahl verkauft wurde und dort auf den Straßen unterwegs ist. Hingegen muss sich die Kundschaft in Deutschland noch gedulden, bis Anfang 2019 die ersten Modelle in den Verkaufsläden erscheinen. Bei den Testfahrten innerhalb Deutschlands haben sich jedoch bereits einige wichtige Details herausgestellt. Insbesondere fällt auf, dass sich die Qualität des Tesla Model 3 gegenüber den vorangegangenen Modellen verbessert hat. Beim Fahrverhalten, der Reichweite der Akkus sowie der Vollgas-Tauglichkeit wurden deutliche Verbesserungen festgestellt. Doch es gibt auch Kritikpunkte an dem neuen E-Automobil.

Bereits 500.000 Vorbestellungen

Für das neue Tesla Model 3 liegen aktuell 500.000 Vorbestellungen vor. Die ersten 30 Fahrzeuge wurden bereits an ihre Besitzer übergeben. Für das Unternehmen Tesla ist das erst der Beginn einer verschärften Konkurrenz zu Fahrzeugen der restlichen Autoindustrie. Die entscheidende Frage wird jedoch sein, ob Tesla der Last der Vorbestellungen in Höhe von über eine halbe Million Fahrzeugen gewachsen ist. Bereits in der Vergangenheit hatte die Firma bei früheren Modellen immer wieder mit Produktionsengpässen zu kämpfen. Alleine bei dem Model X, einem SUV, der endlich im vergangenen Herbst auf den Markt kam, lag der Autohersteller Tesla mit mehr als drei Jahren weit hinter dem vorgesehenen Zeitplan im Rückstand.

Wie sich dieser Fakt bei dem neuen Automobil auswirken wird, könnte eine Frage der Organisation sein. Denn immerhin kann sich der Tesla Chef Elon Musk bei der Auslieferung von Bestellungen aus dem Bestand der amerikanischen Verkaufsmodelle bedienen. Dieser Blickwinkel wird derzeit in der Chefetage des Unternehmens heiß diskutiert, da bereits einige Autokäufer eine Anzahlung auf den Neuwagen geleistet haben. Ungeduldige Tesla Autofans mussten schließlich 1.000 Euro vorausleisten, um einen Platz auf der Käuferliste zu erhalten. Für die ersten Ränge auf der Liste wurde ein Aufschlag von 25 Prozent erhoben.

Hohe Reichweite, schlechte Bremsen

Bei Tests der US Verbraucherzentrale gab es einiges Positives zu berichten: Die Fahreigenschaften des Tesla Model 3 seien laut der Testergebnisse exzellent und nicht zu beanstanden. Der Wagen beschleunige in 5,3 Sekunden von null auf 96,56 Kilometer pro Stunde und erinnere somit an den Porsche 718 Boxter. Auch die Reichweite der Akkus des Tesla Model 3 wurde gelobt. Denn diese konnte mit einer Entladung nach 500 beziehungsweise teilweise sogar 563 Kilometern durchaus überzeugen. Das ist wesentlich mehr, als andere Hersteller von E-Fahrzeugen bisher bieten konnten. Doch für das Unternehmen stellen sich noch einige Probleme, die gelöst werden müssen. Denn nach ausgiebigen Tests mit dem Tesla Model 3 hat die US Verbraucherzentrale sogar vom Kauf des Tesla Model 3 abgeraten.

Wie in dem US-Verbrauchermagazin Consumer Reports berichtet wurde, fiel bei den Tests vor allem das Bremsverhalten des E-Fahrzeugs durch. Das E-Modell habe bei einer Geschwindigkeit von 100 Kilometern pro Stunde ganze 46,0 Meter gebraucht, um zum Stehen zu kommen. Dieser Wert übersteige den eines in den USA gebräuchlichen Pick-up-Wagens. Die Angaben wurden jedoch bereits von dem E-Automobil-Hersteller zurückgewiesen. Eigene Tests ergaben unter gleichen Bedingungen 40,0 Meter Bremsweg und bei entsprechend geänderter Bereifung lediglich 38,4 Meter.

Modernstes Infotainment

Die Vorliebe des Herstellers, besondere Lösungen anzubieten, setzt sich im Innenraum des Tesla Model 3 fort. Dort, wo sich ansonsten der Tacho, der Kilometerzähler sowie der Tourenzähler befinden, entdecken Autofahrer bei dem Tesla Model 3 so gut wie nichts. Jedenfalls fehlen dort einige Bedienelemente wie Knöpfe oder Schalter. Lediglich der Schalter für das Warnblinklicht sowie der Blinker beziehungsweise der Automatik-Wählhebel sind über der Mittelkonsole angebracht. Alle Schaltungen laufen nur über das große Touchdisplay, das sich in der Mitte oberhalb der Konsole befindet. Sogar das Lenkrad sowie die Außenspiegel werden über den riesigen Screen eingestellt. Dieser Umstand erscheint auf den ersten Blick etwas gewöhnungsbedürftig zu sein. Im Test funktionierte es jedoch recht gut, die Bedienelemente vom Display aus zu steuern. Die Reaktionszeiten können nur als schnell bezeichnet werden. Hinzu kommt, dass alle erforderlichen Schalter schnell auffindbar und daher rasch zur Hand sind, wenn sie gebraucht werden.

Falls das Infotainment System einmal abstürzen und deswegen nur noch ein schwarzes Display zu sehen sein sollte, kann auch dieser Umstand schnellstmöglich behoben werden. Durch die Ausübung von längerem Druck auf einen bestimmten Punkt am Lenkrad kannst Du sofort einen kompletten Neustart durchführen lassen. Das Infotainment ist somit nach kurzer Zeit wiederhergestellt. Jedoch könnte es angesichts der alleinigen Bedienbarkeit der Knöpfe über das Touch-Display ein Problem geben. Denn der Hersteller hat übersehen, dass keine Einstellungen möglich sind, falls das Infotainment nach einem Unfall nicht zur Verfügung stehen sollte. Eine manuelle Bedienbarkeit ist bei einem Ausfall des Screens nicht vorgesehen.

Der Massenmarkt muss sich gedulden

Nach der Einführung des E-Fahrzeugs auf dem amerikanischen Markt, hat der Autohersteller alle Hände voll zu tun, das Tesla Model 3 hierzulande herauszubringen. Auf der Webseite von Tesla ist zum genauen Datum der Auslieferung in Deutschland zu lesen, dass das Auslieferungsdatum für Europa beziehungsweise für Deutschland noch nicht feststeht. Man hoffe, dass das Tesla Model 3 im ersten Viertel des Jahres 2019 hierzulande auf den Markt kommen wird. Das E-Mobil soll 35.000 Dollar kosten, das ergibt umgerechnet ungefähr 30.000 Euro.

Doch falls Du vorhast, das neue E-Automobil mit einigen Extras zu bestücken, solltest Du Dich darauf einstellen, dass Du dafür noch viel Geld draufzahlen musst. Überdies wirst Du auf das Basismodell zum geringen Preis noch einige Zeit warten müssen. Denn der Firmenchef Elon Musk gab erst kürzlich bekannt, dass ein Abverkauf des Tesla Model 3 zu dem niedrigen Preis zunächst nicht durchführbar ist. Anstatt dessen pries der Technik-Riese eine neue hochgerüstete Premium-Version bei Twitter an. Diese soll mit zwei Motoren ausgerüstet sein und ab Juli des Jahres verfügbar sein. Der Preis des Luxusautos ist derzeit doppelt so hoch, wie der Verkaufspreis der Basisversion. Die Ausgaben für das neue E-Auto werden bei etwa 78.000 US-Dollar liegen. Das sind umgerechnet circa 66.000 Euro.

Bildquelle:

  • Tesla Model 3 Innenansicht: ©Tesla
  • Innenansicht Tesla Model 3: ©Tesla
  • Frontansicht Tesla Model 3: ©Tesla
  • Touchscreen Tesla Model 3: ©Tesla
  • Tesla Model 3 von oben: ©Tesla
  • Tesla Model 3 Mountain Pearl: ©Tesla
  • Tesla Model 3 Seitenansicht: ©Tesla
Tesla Model 3
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