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Konkurrenz für Airbus: Daimler beteiligt sich an Volocopter

Volocobter fliegt vor Skyline

Das Start-up Volocopter will Dir im Alltag bald elektronische Lufttaxis anbieten. Daimler ist von der Idee überzeugt und als Investor eingestiegen.

In Karlsruhe arbeitet das Start-up Volocopter an der Entwicklung von elektronischen Fluggeräten, die Dir möglicherweise in naher Zukunft als Lufttaxis zur Verfügung stehen. Weil mit Daimler ein namhafter Investor in dieses Projekt eingestiegen ist, darfst Du dieses ehrgeizige Vorhaben durchaus ernst nehmen. Seit 2011 plant die Firma die Produktion der elektronischen Transportlösung, die vielleicht schon 2020 auf einer Demonstrationsstrecke präsentiert wird.

Innenansicht eines Volocopter

Beteiligung von Daimler an E-Hubschrauberfirma Volocopter

Durch eine Kapitalerhöhung ist es Volocopter gelungen, neue Teilhaber mit Investitionen in Höhe von insgesamt 25 Millionen Euro für die Idee des jungen Unternehmens zu gewinnen. Dabei erhielt auch Daimler einen Anteil von elf Prozent. Der Geschäftsführer des Start-ups hofft, dass der Autohersteller seine Erfahrungen bei der Produktion von Fahrzeugen mit hohen Stückzahlen in die Firma einbringen wird. Im Vergleich zur Luftfahrt verlaufen die Entwicklungen in der Autobranche aus der Sicht des Unternehmers schneller. Mit dem Wissen des Geschäftspartners will Volocopter daher die Herstellung der E-Fluggeräte entscheidend beschleunigen.

Wegen der Vorgeschichte zum Daimler-Engagement bei Luftfahrtunternehmen gilt das neue Investment als besonders bemerkenswert. Nachdem der Stuttgarter Autobauer über mehrere Jahrzehnte geschäftlich mit Airbus verbunden war, gab der Konzern erst 2013 die letzten EADS-Anteile ab. Stattdessen steigt Daimler nun bei einem Konkurrenten des europäischen Flugzeugherstellers ein. Denn Airbus versucht derzeit offenbar, Lufttaxis und vergleichbare Flugfahrzeuge mit einem elektronischen Antrieb zu entwickeln.

Als Investor bei der Vermarktung von E-Helikoptern wäre Daimler ohne den früheren Partner in demselben Bereich der Luftfahrtbranche aktiv. Der Daimler-Vorstandsvorsitzende Dieter Zetsche scheint von dem Vorhaben überzeugt zu sein. Weil der Autokonzern als Hersteller von gewöhnlichen Taxis den Markt erobert hat, möchte man in Stuttgart den rechtzeitigen Einstieg in das Lufttaxi-Geschäft auf keinen Fall verpassen.

Volocopter fliegt an einem Fenster vorbei

Lufttaxis von Volocopter sollen Mobilitätsprobleme lösen

Volocopter verfolgt bei der Entwicklung von Lufttaxis das Ziel, die Mobilitätsprobleme der Zukunft zu bewältigen. Das Unternehmen hält es für realistisch, dass die elektronischen Luftfahrzeuge zeitnah in internationalen Metropolen flexibel zur Verfügung stehen werden. Laut den derzeitigen Planungen wären die E-Lufttaxis dazu in der Lage, autonom zu fliegen. Für den privaten Erwerb wirst Du die Elektro-Fluggeräte dann aber wohl nicht bekommen. Das Konzept von Volocopter sieht stattdessen die Buchung von einzelnen Flugreisen durch die Taxikunden vor.

Somit erhältst Du voraussichtlich die Chance, über ein Smartphone mit einer speziellen App einen Flug anzufordern. Auf diese Art würdest Du beispielsweise in einer Großstadt vom Flughafen aus schnell ein bestimmtes Firmengelände erreichen. Das Start-up glaubt, dass dieses Angebot im Kostenbereich von normalen Limousinentransporten umsetzbar ist. Demnach versucht das Unternehmen, eine relativ große Zielgruppe anzusprechen.

Volocobter Cockpit

Erste Demonstrationsstrecke ab 2020

Das ehrgeizige Projekt von Volocopter begann im Jahr 2011. In Dubai wäre bereits ab 2020 die Vorstellung der ersten Demonstrationsstrecke denkbar. Damit Du bald wirklich E-Fluggeräte buchen darfst, müssen aber noch zahlreiche Herausforderungen gemeistert werden. Das gilt insbesondere für die Regulierung eines zukünftigen Luftraums mit fliegenden Taxis.

Bildquelle:

  • Innenansicht eines Volocopter: ©Volocopter
  • Volocopter fliegt an einem Fenster vorbei: ©Volocopter
  • Volocobter Cockpit: ©Volocopter
  • Volocobter fliegt vor Skyline: ©Volocopter
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