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Schaden für Uber: 57 Millionen Kundendaten gestohlen

Handydisplay mit geöffneter Uber App

Der Taxidienst Uber steht vor einem Schaden von über 57 Millionen geklauten Datensätzen. Aber nicht nur die Daten sind weg, sondern auch das Vertrauen der Kunden.

Immer wieder erschüttern Hackerangriffe die Onlinewelt. Nun hat es auch den Taxidienst Uber getroffen: In der Cloud des Unternehmens wurden über 57 Millionen Daten von Kunden sowie 600.000 Datensätze von Führerscheinen gestohlen. Der Vorfall geschah bereits 2016 und wurde jetzt erst öffentlich.

Gigantischer Imageschaden für Uber

Und nicht nur die Daten sind weg. Uber steht vor einem gigantischen Imageschaden. Das Unternehmen wusste bereits seit über einem Jahr von dem Datenklau und verschwieg den Vorfall gegenüber Fahrgästen, Kunden und Fahrern. Betroffen seien Adressen, Namen und Telefonnummern auf der ganzen Welt. Kreditkarten- oder Fahrtstreckendaten seien dagegen nicht betroffen. Anstatt es öffentlich zu machen, zahlte Uber ein Lösegeld von 100.000 Euro, damit die Daten vernichtet werden. Ob es geschehen ist, ist nicht bekannt. Uber geht jedoch davon aus, dass die Daten nicht weiterverkauft wurden. Offenbar waren die Datenbanken der Cloud schlecht gesichert. Der hauptverantwortliche Sicherheitschef, vorher Sicherheitschef bei facebook, wurde entlassen. Der Vorfall wird nun vom Unternehmen aufgearbeitet.

Uber muss mit Klagen rechnen

Das Vertrauen der Kunden dürfte jedoch damit ebenfalls verschwunden sein und einige Klagen werden auf das Unternehmen zukommen. Mit den gestohlenen Führerscheindaten lassen sich durch einen Weiterverkauf Millionen Euro sowie Betrugsversuche machen. Einige EU- Länder werden dem Taxiunternehmen dazu die Lizenz entziehen.

Wäre der Datenklau erst Im Juni 2018 öffentlich geworden, wäre es auch noch teuer für Uber geworden. Denn dann gilt eine neue Datenschutz- Grundverordnung. Die EU hätte somit für den Schadensfall Millionen an Strafe verlangt. Grundsätzlich haften dann die Geschäftsführer und Vorstände, wenn Sicherheitslücken in der IT auftreten. So werden sie gezwungen, die Daten besser zu sichern, um auch sich abzusichern. Dazu kommt, dass die Unternehmen in Zukunft einen Notfallplan für den Datenklau vorlegen, der im Ernstfall zum Tragen kommt. Zudem besteht Anzeigepflicht, so dass die Betroffenen und Behörden sofort über den Vorfall Bescheid wissen. Experten gehen davon aus, dass die Unternehmen nicht genügend auf dieses Gesetz vorbereitet sind, da immer noch viele Sicherheitslücken im System entdeckt werden.

Bildquelle:

  • Handydisplay mit geöffneter Uber App: ©freestocks-photos - Pixabay.com
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