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Autodiebstahl – Diese Autos werden am häufigsten gestohlen

Der Diebstahl von Autos ist im Wandel. Es werden weniger Pkws gestohlen, diese sind dafür erheblich teurer. Vor allem Deutsche Marken sind beliebt.

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Diese Autos werden am häufigsten gestohlen

Der Geschmack oder der Bedarf der Autodiebe hat sich geändert, weshalb bevorzugt SUV’s, Limousinen und Sportwagen gestohlen werden. Das ergibt die Auswertung der Diebstahlstatistik des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Spitzreiter unter den Modellen ist das Audi-SUV Q7. Obwohl lediglich 1.000 versicherte Fahrzeuge dieses Typs auf Deutschen Straßen fahren, wurden davon aber 15 Exemplare gestohlen. Und auch der Zweitplatzierte kommt aus der gleichen Fahrzeugkategorie. Es ist der Mercedes-Benz ML 63 AMG, der bei Autodieben fast ebenso hoch im Kurs steht. Auf den vorderen Plätzen finden sich zudem Modelle des Range Rover und Porsche; vom SUV Cayenne bis zum Sportmodell.

Für Liebhaber dieser Fahrzeuge sind die Folgen doppelt ärgerlich. Der Schaden wurde von der Versicherung zwar ausgeglichen, aber der Autodiebstahl war doch mit Umständen und mit dem Kauf eines Neuwagens verbunden. Zumeist entscheiden sich die Fahrer für das gleiche Modell. Allerdings müssen die Fahrzeughalter jetzt damit rechnen, dass die Versicherungsprämien steigen. Denn die Unfallhäufigkeit und die Anzahl der Diebstähle bei einem bestimmten Fahrzeugmodell sind die Hauptgrundlage für die Berechnung des Kasko-Anteils der Autoversicherung, also der sogenannten Schadensklasse.

Kurzinfo über aktuelle Zahlen

Die Statistik des GDV weist aus, dass 2017 insgesamt 17.493 gegen Diebstahl versicherte Fahrzeuge mit einem durchschnittlichen Wert von 18.500 Euro entwendet wurden. Das sind zwar 0,4% weniger als im Vorjahr, dennoch liegt der Schaden um 13% höher. Grund dafür ist die Wahl der Diebe, denn diese bevorzugen teure SUV’s, Limousinen und Sportwagen.

Bemerkenswert dabei ist, das die realen Zahlen der Autodiebstähle deutlich von denen der Versicherer abweichen. Die GDV-Statistik weist nur die Autos auf, die auch durch eine Voll- oder Teilkasko gegen Fahrzeugdiebstahl versichert sind. Allerdings fahren in Deutschland zahllose Autos ohne diesen Versicherungsschutz auf den Straßen; nur mit der gesetzlich vorgeschriebenen Haftpflichtversicherung. So ist in der Kriminalstatistik der Polizei Brandenburg nachzulesen, dass dort 2.513 Fälle von Autodiebstahl registriert wurden. Der GDV hat lediglich 1.531 erfasst, denn nur so viele hatten eine Versicherung gegen Diebstahl.

Welche Marken werden am häufigsten gestohlen?

Wer einen Kleinwagen fährt oder sich für ein Modell von Opel, Fiat oder Citroën entschieden hat, der muss sich um sein gutes Stück wenig Sorgen machen. Nur sehr selten registrieren Polizei und Versicherungen einen Fahrzeugdiebstahl bei dieser Fahrzeugkategorie und bei diesen Marken. Luxuriöse SUV’s und die Limousinen der Premium-Hersteller haben es den Dieben angetan. Dementsprechend sind unter den meist gestohlenen Marken die Autos aus Stuttgart, Wolfsburg, Ingolstadt und München zu finden. VW, Audi, BMW und Mercedes sind die Erstplatzierten in der Diebstahlstatistik des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Vom Diebstahl generell häufiger betroffen sind alle Modelle von Audi und X5-SUV’s von BMW. Bei Autoknackern sind zudem die Mercedes S-Klassen und der 7er von BMW begehrt.

[h2]Wo werden die meisten Autos gestohlen?[/h2]
Es hat sich ein deutliches Ost-West-Gefälle ergeben. In Berlin und in allen östlichen Bundesländern parken Autos erheblich unsicherer, als im restlichen Deutschland. Die wenigsten Diebstähle wurden im Saarland verzeichnet.

In Hessen wurden mit durchschnittlich 25.000 Euro je Autodiebstahl die teuersten Autos gestohlen. Danach folgt Hamburg, wo der Schaden je Versicherungsfall bei knapp 22.700 Euro liegt. In Nordrhein-Westfalen mussten die Versicherer je Diebstahl runde 20.000 Euro ausgleichen. Bei den Städten liegt Düsseldorf mit 30.300 Euro in Führung, gefolgt von Wuppertal sowie Köln auf Platz drei. Dagegen sind Städte wie Karlsruhe und Bielefeld für Versicherer geradezu günstig, denn hier lag der durchschnittliche Schaden bei lediglich 11 500 Euro.

Besonders unsicher ist es vor allem für teure Autos im Osten Deutschlands. Im Süden der Bundesrepublik ist es im Vergleich dazu recht sicher. Lediglich 821 Fahrzeuge mit Teilkaskoversicherung wurden 2017 in Bayern gestohlen. Dagegen wurden in der Bundeshauptstadt Berlin, in der immerhin zehn Millionen Einwohner weniger leben als im Freistaat, 3.355 Fälle von Autodiebstahl bei den Versicherungen registriert.

Auch im Vergleich der Städte schneidet der Osten schlechter ab. München meldete 135 Fahrzeugdiebstähle, Stuttgart lag mit nur 43 deutlich darunter. Zwar hat Berlin die doppelte Einwohnerzahl wie München, aber mit dem 25-fachen eine unverhältnismäßig hohe Quote von Autodiebstählen.

Nachfolgend eine Tabelle mit der Rangfolge der Marken, der Zahl der versicherten, gestohlen Autos und der Angabe in Prozent, um wie viel mehr oder weniger Fahrzeuge des jeweiligen Herstellers 2017 im Vergleich zu 2016 entwendet wurden:

  • Volkswagen-VW – 3.606 -18,6%
  • Audi AG – 3.047 – 3.245 -6,1%
  • BMW (inkl. Mini) – 2.602 -3,2%
  • Mercedes-Benz – 1.737 +26,2%
  • Mazda Motor Corporation – 878 +7,5%
  • Toyota (inkl. Lexus) – 735 +10,7%
  • Ford/Europa – 709 +14,2%
  • Opel – 474 -1,7%
  • Skoda – 461 -15,7%
  • Renault (inkl. Dacia) – 340 -24,9%

Tipps gegen Autodiebstahl

Die neuste Masche der Autodiebe zielt auf das Autoschlüssel-System “Keyless Go” ab. Mithilfe eines Schlüssel-Scanners sowie einem Funkstreckenverlängerer lesen die Diebe den Code des Schlüssel aus. Der wird dann an das Fahrzeug gesendet und schon sind die Türen offen. Um das zu verhindern, muss der Schlüssel geschützt werden. Ein Brillenetui aus Metall oder Alufolie verhindern, dass der Schlüssel seine Geheimnisse preisgibt. Oder Du legst den elektronischen Schlüssel zu Hause in einen Kochtopf.

Autodiebe suchen sich oft aber nicht immer ein anderes Ziel, wenn im Fahrzeug eine Autoalarmanlage mit Innenraumüberwachung verbaut ist. Eine Innenraumüberwachung ist deshalb empfehlenswert, weil auch dann noch in Betrieb ist, wenn die Karosserieüberwachung längst ausgeschaltet wurde. überlistet wurde.

Noch immer ist eine beliebte Methode, die Seitenscheibe eines Autos einzuschlagen. Es ist in der Regel die schnellste Art, ein Auto aufzubrechen. Im Autozubehörhandel werden Folien angeboten, dies verhindern oder zumindest erheblich erschweren. Beim Kauf solltest Du aber unbedingt darauf achten, dass diese Folien eine allgemeine Betriebserlaubnis besitzen.Nur dann dürfen sie im Straßenverkehr legal eingesetzt werden.

Eine erhebliche Erschwernis sind Lenkradkrallen, insbesondere, wenn diese zusätzlich mit einem Alarm ausgestattet sind. Und sie sind preiswert, denn gute Modelle sind bereits ab 60 Euro erhältlich.

Eine raffinierte Art einen Diebstahl zu verhinden, sind die Ventilwächter nicht, denn der Autoknacker fährt mit dem guten Stück davon. Allerdings lässt er das Fahrzeug meist nach kurzer Strecke stehen, denn dann ist die Luft raus, aus den Reifen. Nachteil ist, dass du jedes Mal die Ventilwächter abnehmen musst, bevor du losfährst.

Ein simpler und recht zuverlässiger Trick ist ein sogenannter Totmannschalter, der auch für Notabschaltungen von Maschinen in der Industrie genutzt wird. Diese Schaltertypen, die auch mit Relais erhältlich sind, sind ausreichend stark, um auch den Strom beim Starten des Motors zu vertragen. Totmannschalter werden mit und ohne Schlüssel angeboten. Der Schalter, der versteckt unter dem Beifahrersitz, unter dem Armaturenbrett oder sogar im Kofferraum leicht einen Platz findet, trennt absolut zuverlässig die Batterie vom Kabelnetz. Damit ist jeder Versuch das Auto zu starten, zum Scheitern verurteilt. Diese bewährte Technik wird als Diebstahlschutz bei Pkws nur von Eingeweihten und von besonders vorsichtigen Autoliebhabern, insbesondere bei Oldtimern angewandt. Deshalb ist diese Schutzmaßnahme den meisten Autodieben nicht geläufig. Nachteil ist aber, dass während der Abschaltung auch die Fahrzeuguhr und der Bordcomputer stromlos sind. Zusätzlicher Vorteil ist aber, dass im Winter die Batterie meist auch dann noch ihren Dienst versieht, wenn der Wagen über Tage in eisiger Kälte abgestellt war. Denn durch die vollständige Trennung sind Kriechströme oder ein Entladen der Batterie durch permanente Verbraucher nicht möglich.

Bildquelle:

  • autodieb-knackt-auto-tür-auf: ©pixabay.com
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