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E-Mobilität (Sharing) in deutschen Ballungsräumen

Car-Sharing und E-Mobilität haben etwas gemeinsam: Sie sind ökologisch. Dadurch sind sie ideale Partner in einem zukunftsorientierten Verkehrssystem. Die Zukunft von Elektrofahrzeugen in Carsharing-Konzepten in deutschen Ballungsräumen gestaltet sich spannend.

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E-Mobilität und Carsharing

Die Anzahl der E-Mobile, die heute in Deutschland zugelassen werden, liegt bei 90 Prozent. Elektroautos machen Spaß, das wissen immer mehr Autofahrer. Sie lassen jeden Sportwagen an der Ampel alt aussehen, wenn sie in weniger als fünf Sekunden von Null auf 60 beschleunigen. Die Technologien sind mittlerweile weit entwickelt. Preislich können viele E-Autos mit konventionell betriebenen Fahrzeugen mithalten, auch wenn im preislichen Sektor durchaus noch Einsparmöglichkeiten liegen. Das Problem mit der Reichweite ist entschärft. Wenn dann ein solches Fahrzeug mit Strom aus erneuerbaren Energiequellen betrieben werden kann, ist der Faktor Umweltfreundlichkeit abgedeckt.

E-Fahrzeuge und Carsharing harmonieren perfekt miteinander. Beide vermitteln ein positives Image und werden als wichtiger Bestandteil eines ressourcenschonenden Verkehrssystems angesehen. Gerade in den Carsharing-Flotten können Elektrofahrzeuge ihr volles Potential entfalten und ihre Stärken auf den Prüfstand stellen. Wir zeigen Dir, wie die Situation in den deutschen Ballungsräumen aussieht und wo Du Dir am besten Dein nächstes Elektrofahrzeug mieten kannst.

Statistiken aus deutschen Städten

Der Branchendienst für Elektromobilität electrive.net veröffentliche im Mai 2018 ein neues Thesenpapier, in welchem die Akzeptanz des E-Carsharings in deutschen Ballungsräumen erörtert und diskutiert wird. Aus den Statistiken einer Umfrage geht hervor, dass sich von den 123 Teilnehmern eine überwiegende Mehrheit von 68,8 Prozent für das E-Carsharing als integraler Bestandteil in Stadtgebieten aussprechen. Eine Minderheit von 12,2 Prozent stimmt mit Einschränkungen oder uneingeschränkt gegen dieses Konzept. Dieses Ergebnis zeigt deutlich, dass die E-Mobilität im Carsharing auf eine erfolgreiche Zukunft blickt.

Mit gutem Beispiel voran gehen viele namhafte Carsharing-Anbieter, die in den Klimawandeldiskussionen eine besondere Verantwortung tragen. Bei vielen Anbietern ist eine Wende erkennbar. Ihre Flotten beinhalten zunehmend mehr Elektrofahrzeuge, wie aus Statistiken des Jahres 2017 deutlich wird. Der Anteil von Elektrofahrzeugen beträgt beim Anbieter Flinkster 15 Prozent. Der Anbieter car2go liegt nur einen Prozentpunkt dahinter. DriveNow belegt mit einem Anteil von elf Prozent den fünften Platz. Hier besteht ein großes Wachstumspotential.

Lediglich der Anbieter BeeZero zeigt, wie man es richtig macht. Er setzt ausschließlich auf die Nutzung von E-Fahrzeugen. Die Flotte des Unternehmens besteht zu 100 Prozent aus elektrisch betriebenen Autos. Die vollständig elektrisch betriebenen Fahrzeuge verstärken die positiven Auswirkungen des Carsharings und daher wird dieser Trend wohl auch in der Zukunft stetig ansteigen. Denn nicht nur die Carsharing-Anbieter haben ein Interesse an der Nutzung von Elektrofahrzeugen, sondern auch die Großstädte selbst.

Die Chancen und Herausforderungen der E-Mobilität

Vor allem in Ballungsgebieten stellt das Carsharing von E-Fahrzeugen einen Lückenschluss dar. Zur Bewältigung der ersten und letzten Meile zwischen dem ÖPNV und dem eigenen Zuhause sind Elektroautos die perfekte Alternative zum Privatfahrzeug. Für die Städte bedeuten die Angebote der Carsharing-Anbieter einen emissionsfreien Lückenschluss. Doch nicht nur darin sehen die Experten ein großes Potential. Auch die Reduktion der Fahrzeuge im Straßenverkehr und die damit verbundene Vergrößerung des Parkraumes in den Innenstädten sind positive Effekte.

Vielen Menschen ermöglicht die E-Mobilität einen ersten Kontakt mit den Elektrofahrzeugen. Dadurch zeigt sich eine steigende Akzeptanz bei der Bevölkerung im Hinblick auf die innovative Antriebsmethode. Wer einmal ein Elektroauto über einen Carsharing-Anbieter genutzt hat, der wird auch zukünftig darauf zurückgreifen wollen. Untersuchungen zeigten, dass die Akzeptanz von Elektrofahrzeugen und deren Antriebssystem bei solchen Personen deutlich größer ist.

Es besteht eine gute Chance, dass diese Personen zu “Wiederholungstätern” werden und sich beim nächsten Mal erneut für ein Elektrofahrzeug entscheiden. Dagegen besteht eine geringere Aufgeschlossenheit bei Autofahrern, die bisher noch kein elektrisch betriebenes Fahrzeug gefahren sind. Der Fahrspaß nimmt mit der Nutzung von Elektrofahrzeugen zu und so bekommt das Carsharing eine emotionale Komponente. E-Fahrzeuge werden dann zu einem Statussymbol in Sachen Umweltschutz. Für Großfamilienausflüge, Umzüge und Fahrten in den Urlaub werden modernste E-Mobile bereits gemietet.

Gleichzeitig stehen die deutschen Städte vor einigen Herausforderungen. Eine Vergrößerung der Flotte an E-Mobilen bedeutet gleichzeitig, dass die Städte die Verfügbarkeit von Park- und Lademöglichkeiten weiter ausbauen müssen. Das erfordert Kooperationen verschiedener Institutionen innerhalb der Stadtentwicklung. Praxisnahe wissenschaftliche Begleitstudien sind unumgänglich, um den Erfolg solcher Konzepte zu erörtern.

Obwohl der Anteil der Elektrofahrzeuge in den Carsharing-Flotten deutlich höher ist als der Anteil innerhalb der privat genutzten PKWs, gibt es ein großes Wachstumspotential. Ein nennenswert höherer Anteil ist erst zu erwarten, wenn die Anschaffungskosten der E-Mobile mit denen von herkömmlichen Fahrzeugen vergleichbar ist. Momentan sind die Kosten für die Batterien ein großer negativer Faktor.

Diese Anbieter gibt es

Betrachtet man den europäischen Markt in der Carsharing-Branche, dann befindet sich die BMW-Tochter DriveNow an der Spitze. Aus der Zusammenarbeit mit Sixt ergibt sich ein europaweit flächendeckendes Netz aus Registrierungsstationen. Die Webseite des Anbieters ermöglicht einen einfachen Überblick darüber, ob und welche Elektrofahrzeuge in welcher Stadt aktuell zur Verfügung steht. DriveNow befindet sich in Konkurrenz mit dem Anbieter car2go, das als Tochterunternehmen des Automobilherstellers Daimler hervorgegangen ist.

Auch sein Netz an Carsharing-Fahrzeugen ist in ganz Europa gut ausgebaut. Jedoch besitzt car2go keine Registrierungsstationen. Die Buchung erfolgt über eine App. Innerhalb Deutschlands kann nur der Anbieter Flinkster mit den beiden Topanbietern mithalten. Flinkster ist ein Tochterunternehmen der Deutschen Bahn und genießt aufgrund dieser Zugehörigkeit eine besondere Beliebtheit. Die über 800 Carsharing-Stationen des Anbieters konzentrieren sich vor allem in der Nähe von Flughäfen und Bahnhöfen. Für die Inhaber der Bahncard gelten spezielle Angebote, was das Carsharing über Flinkster besonders attraktiv gestaltet.

Die Deutsche Bahn legt großen Wert auf eine CO2- und emissionsreduzierte Mobilität. Kleinere Anbieter, deren Fahrzeugflotten vor allem in den deutschen Großstädten gemietet werden können, setzen ebenfalls auf das Anbieten von Elektrofahrzeugen. So verfügen die Unternehmen Stadtauto München und Multi City über eine vergleichsweise hohe Fahrzeugflotte in vereinzelten Städten im Vergleich zu den drei großen Anbietern. Starcar, nextmove, stadtmobil und RUHRAUTOe behaupten sich bisher erfolgreich auf dem Markt mit einer Fahrzeugflotte aus Elektrofahrzeugen.

Bildquelle:

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