Skip to main content

Generation Y: Auto längst kein Statussymbol mehr

Zwei junge Menschen im Auto mit Handy

Bei der Generation Y hat das Auto als Statussymbol ausgedient. An seine Stelle rücken andere Dinge, wie zum Beispiel das Smartphone.

Ein guter Job, eine eigene Familie, ein Auto und ein Haus. So oder so ähnlich hat man sich seit der Mitte des letzten Jahrhunderts ein gutes Leben vorgestellt. Besonders der Besitz eines eigenen Autos war und ist für viele Menschen nicht wegzudenken und gehört quasi zum Erwachsen sein dazu. Eine neue Generation, die Generation Y, das sind die nach 1980 Geborenen, hat allerdings andere Interessen. Hier hat das Auto nicht mehr den hohen Stellenwert, den es noch in der Elterngeneration besitzt.

Immer weniger junge Menschen machen den Führerschein

Für diesen Trend gibt es mit großer Sicherheit mehrere Ursachen. Eine davon ist die finanzielle Situation der Generation Y, die auch schon als Generation Praktikum beschrieben wurde. Eine unsichere berufliche Situation, häufige Jobwechsel und eine dynamischere Einkommenssituation erhöhen den finanziellen Druck in dieser Generation.

Fahrrad lehnt an einem Stapel mit Holz

Viele junge Menschen möchten sich in dieser Situation nicht auch noch mit den Kosten eines eigenen Autos belasten. Dies zeigt sich nicht nur durch die sinkende Anzahl der jungen Erwachsenen, die ein Auto besitzen, sondern auch durch einen Rückgang der ausgestellten Führerscheine. Während in den 90er Jahren noch 90% der 17 – 18 Jährigen die Führerscheinprüfung absolvierten, wird diese Quote heute erst bei Mitte zwanzig Jährigen erreicht. Hier dürften jedoch auch berufliche Zwänge oft eine Rolle spielen.

Smartphones sind der neuen Generation wichtiger

Sind Jugendliche und junge Erwachsene deshalb weniger interessiert an Statussymbolen? Keineswegs. Aktuelle Umfragen zeigen, dass sich lediglich der Fokus verändert hat. Die neuen Statussymbole sind unter anderem, ein aktuelles Smartphone, ein guter Computer und eine angesehene Ausbildung. Während in den letzten Jahrzehnten die Jugendlichen bereits eifrig auf die Führerscheinprüfung, als eine Art Eintrittsticket in die Welt der Erwachsenen, gespart hatten, wird das Geld heute entweder gleich in die neueste Elektronik investiert oder für die Ausbildung zurückgelegt.

Handy mit Navigationsapp

Der fehlende emotionale Mehrwert des Autobesitzes führt dazu, dass viele junge Erwachsene das Auto als ein Verkehrsmittel unter vielen wahrnehmen. Gerade im urbanen Bereich führt der gut ausgebaute öffentliche Nahverkehr dazu, dass niemand mehr auf ein Auto angewiesen ist. Doch auch abseits der urbanen Zentren geht die Zahl der Autobesitzer merklich zurück. Auch das Fahrrad wird in der jungen Generation wieder beliebter. Wenn das Auto als Statussymbol seine Bedeutung verliert, so hat dies auch Auswirkungen auf die Automobilindustrie. Die Absatzzahlen der großen Automobilhersteller lassen schon lange erkennen, dass sich die Branche zunehmend auf den Zukunftsmarkt China konzentriert. Konzepte wie Carsharing zeigen ganz neue Möglichkeiten die Nutzung des Automobils zu denken.

Zusammenfassend kann man sagen, dass eine Mischung aus finanziellen, gesellschaftlichen und ökologischen Gründen, das Auto als Statussymbol für die Generation Y zunehmend unattraktiv werden lässt. Freiheit bedeutet für diese Generation nicht mehr den Besitz eines Autos, sondern finanzielle Unabhängigkeit und die damit einhergehende Flexibilität. Dieser Trend ist nicht nur in Deutschland, sondern in allen westlichen Industrienationen zu erkennen, selbst in den USA, dem Land der Muscle Cars.

Bildquelle:

  • Fahrrad lehnt an einem Stapel mit Holz: ©Markus Spiske freeforcommercialuse.net from Pexels https://www.pexels.com/photo/bicycle-bike-brakes-classic-145399/
  • Handy mit Navigationsapp: ©Pixabay
  • Zwei junge Menschen im Auto mit Handy: © SplitShire - Pexels.com
1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (2 Bewertungen, Durchschnitt: 3,00 von 5)
Loading...
News
Übersicht

Verwandte Beiträge


FOLGT UNS AUF INSTAGRAM @dieautowelt

TOP