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Umweltrat fordert Quote für E-Autos

Silbernes Elektroauto auf grauem Untergrund

In einem Gutachten empfiehlt der Umweltrat der Bundesregierung die Einführung einer Quote für E-Autos, die in der CDU bisher kaum befürwortet wurde.

Die Forderung nach einer Quote für E-Autos hat vor der Regierungsbildung nach der Bundestagswahl 2017 renommierte Befürworter gefunden. Denn ein Rat mit Sachverständigen für Umweltfragen empfiehlt der Bundesregierung in einem Gutachten vor allem bei der Förderung der Elektromobilität sehr hohe Ziele. Insofern Du bereits ein Elektroauto besitzt, würdest Du bei einer angestrebten Quote von 25 Prozent bald viel Gesellschaft bekommen. Ob eine derartige Regelung bei der Bildung der nächsten Regierung in Deutschland tatsächlich schon eine Rolle spielt, bleibt aber trotz des Sondergutachtens noch ungewiss.

Merkel lehnt die Quote für E-Autos ab

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel lehnte eine Quote für E-Autos bereits im Wahlkampf vor der Bundestagswahl 2017 ab. Zuvor hatte der gescheiterte Kanzlerkandidat Martin Schulz diese Maßnahme befürwortet. Damals erklärte die Kanzlerin, dass der SPD-Vorschlag zur Einführung einer E-Auto-Quote in der Europäischen Union nicht gut durchdacht sei. Notwendige Verhandlungen mit EU-Partnern würden sich aus der Sicht der deutschen Regierungschefin ebenfalls schwierig gestalten. Darüber hinaus ist es aus der Sicht der CDU-Vorsitzenden schwierig, die Einhaltung eines derartigen Abkommens in der Praxis zu überprüfen.

Ob die SPD bei bevorstehenden Sondierungsgesprächen mit den Schwesterparteien CDU und CSU auf die Einführung einer Quote für E-Autos besteht, blieb bisher unbekannt. Zuletzt gingen sozialdemokratische Politiker bei der Formulierung von Forderungen für eine eventuelle Fortsetzung einer Großen Koalition oder die Duldung einer Minderheitsregierung nicht auf dieses Thema ein.

Zeichen für Ladestation für E-Autos

Sondergutachten zur E-Auto-Quote

Nach dem Scheitern der Jamaika-Sondierungsgespräche veröffentlichte der Sachverständigenrat für Umweltfragen vor der letzten Novemberwoche 2017 ein Sondergutachten zur Quote für E-Autos. In diesem Gutachten strebt das Gremium, das die geschäftsführende Bundesregierung beratend unterstützt, bereits für das Jahr 2025 ein sehr ehrgeiziges Ziel an. Innerhalb von acht Jahren müsste laut dem Vorschlag des SRU eine Quote für E-Autos, die bei 25 Prozent liegt, erreicht werden. Die Ratsmitglieder loben in dem Sondergutachten ausdrücklich die Zukunftsfähigkeit und die Effizienz der Elektromobilität. Darum halten die Experten es für umsetzbar, die Treibhausgasemissionen mit einer Quotenregelung entscheidend zu senken.

Ausbau der Ladeinfrastruktur für E-Autos

Ein nachhaltiger Ausbau der Ladeinfrastruktur wäre für das Erreichen einer hohen Quote für E-Autos aber unverzichtbar. Aus diesem Grund empfiehlt der Umweltrat der Bundesregierung eine Verlängerung der statlichen Förderung für diese Infrastruktur, die über das Jahr 2020 hinausgeht. Wegen des erhöhten Strombedarfs im Straßenverkehr wäre auch ein beschleunigter Ausbau der erneuerbaren Energien zwingend notwendig.

Nur ein Teil des Zukunftsplans

Neben der Quote für E-Autos sind laut dem Gutachten des Umweltrats bei einer angestrebten Verkehrswende weitere Maßnahmen für eine nachhaltige Entlastung der Umwelt unentbehrlich. Grundsätzlich schlägt der Rat eine Verlagerung des Verkehrs auf die Bahnschienen vor. Eine Abschaffung der Diesel-Steuervergünstigungen hält der SRU ebenso für sinnvoll. Nach einer Umsetzung der Pläne müsstest Du außerdem möglicherweise für Fahrten auf Straßen mit einer überdurchschnittlichen Umweltbelastung zusätzliche Mautgebühren bezahlen.

Bildquelle:

  • Zeichen für Ladestation für E-Autos: ©MabelAmber - Pixabay.com
  • Silbernes Elektroauto auf grauem Untergrund: ©pgottschalk - Pixabay.com
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