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Auto ummelden: Was beim Umzug zu beachten ist

Nach einem Umzug gibt es viel zu erledigen. Du musst nicht nur Dich, sondern auch Dein Auto ummelden. Wie das genau abläuft, erfährst du hier.

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Ziehst Du um, dann zieht Dein Auto mit Dir um. Deswegen musst Du die neue Adresse auch der Zulassungsbehörde mitteilen. Sie schreibt die Papiere des Autos auf Deine neue Wohnanschrift um. Dass dies geschieht, ist wichtig. Denn zum Beispiel kann anhand des Kfz-Kennzeichens eine Halterfeststellung durchgeführt werden. Das bedeutet: Verursacht ein anderer Verkehrsteilnehmer einen Schaden an Deinem Fahrzeug, kann die Polizei über das Kennzeichen Deine Anschrift ermitteln und Dich über den Zwischenfall informieren.

Wer früher umgezogen ist und dabei den Zulassungsbezirk gewechselt hat, hatte eine zusätzliche Aufgabe zu erledigen. Denn mit der Ummeldung des Fahrzeugs war es nicht getan. Der Fahrzeughalter musste zwei neue Kennzeichen anfertigen lassen und diese montieren. Das hat sich im Jahr 2015 geändert. Du musst zwar weiterhin das Fahrzeug erneut zulassen, allerdings brauchst Du keine neuen Kennzeichen mehr. Du kannst also weiterhin mit der lieb gewonnen Zahlen- und Buchstabenkombination, die häufig eine bestimmte Bedeutung hat, weiterfahren.

Um das Fahrzeug umzumelden, kann es sein, dass Du gar nicht mehr persönlich bei der Kfz-Zulassungsstelle erscheinen musst. In einigen Kommunen kannst Du dies bereits beim Einwohnermeldeamt erledigen. Erkundige Dich am besten, ob das in Deiner Stadt möglich ist. Dann kannst Du mit einem Behördengang zwei Aufgaben erledigen und dabei Zeit sparen.

Das Fahrzeug solltest Du nach einem Wechsel des Wohnorts so schnell wie möglich ummelden. Andernfalls riskierst Du, ein Bußgeld bezahlen zu müssen. Der Gesetzgeber hat keinen eindeutigen Zeitraum festgelegt, in dem eine Ummeldung zu erfolgen hat. Er spricht von unverzüglich. Im Zweifelsfall ist es also eine Ermessensentscheidung, ob Du Dich noch innerhalb dieser Frist befindest oder nicht.

Welche Unterlagen benötigt man?

Damit Du Dein Fahrzeug ummelden kannst, musst Du die folgenden Unterlagen zur Zulassungsstelle mitbringen: Zuerst sind die Zulassungsbescheinigungen I und II zu nennen. Sie wurden früher als Fahrzeugschein und Fahrzeugbrief bezeichnet. Außerdem ist dein Personalausweis oder Dein Reisepass mit einer Meldebescheinigung erforderlich. Weiterhin sind der Haftpflichtversicherungsnachweis (elektronische VB-Nummer), der Nachweis über die Hauptuntersuchung sowie ein gültiges Lastschriftmandat zu erbringen. Mit diesem ermächtigst Du die Kommune oder den Landkreis, die Kfz-Steuer von Deinem Konto einziehen zu dürfen.

War die Ummeldung erfolgreich, erhältst Du eine neue Zulassungsbescheinigung I (früher Fahrzeugschein). Dieses Dokument wird auch bei einem Halterwechsel neu ausgestellt, da es nicht dazu gedacht ist, verschiedene Namen und Adressen gleichzeitig zu tragen. Auch die Zulassungsbescheinigung II (früher Fahrzeugbrief) wird neu ausgestellt. Sie dokumentiert alle Um-und Anmeldungen, gibt damit also einen Überblick, wie viele Vorbesitzer ein Fahrzeug hatte. Auch Deine Fahrzeugummeldung wird im Fahrzeugschein vermerkt. Das geschieht dadurch, dass die Zahl der Vorbesitzer um eins erhöht wird.

Kosten

Die Kosten, die für das Ummelden eines Fahrzeugs anfallen, sind in der Bundesrepublik nicht einheitlich geregelt. Deswegen können an dieser Stelle lediglich durchschnittliche Werte angegeben werden. Wenn Du ein Fahrzeug innerhalb eines Zulassungsbezirks ummeldest, kostet das etwa 20 Euro. Liegt Dein neuer Wohnort außerhalb des Bezirks, kostet die Ummeldung 26 Euro. Immerhin kannst Du Dir im Vergleich zu früher die Kosten für ein neues Kennzeichen sparen. Das ist allerdings nicht zwingend so. Wenn Du darauf bestehst, kannst Du auch ein neues Kennzeichen erhalten. Neben den Kosten für die Prägung fallen gegebenenfalls weitere Gebühren für die Reservierung eines Wunschkennzeichens an.

Ist mit der Ummeldung ein Halterwechsel verbunden, ist das mit 29 Euro die teuerste der genannten Lösungen. Dies kann beispielsweise vorliegen, wenn das Fahrzeug nach dem Umzug auf Dich und nicht mehr auf ein anderes Familienmitglied angemeldet ist.

Falls Du neue Kennzeichen verwenden möchtest, solltest Du daran denken, dass diese bei der Ummeldung vorliegen muss. Es erhält nämlich von der Zulassungsstelle die passenden Siegel. Gleichzeitig werden die bisherigen Kennzeichen entwertet und können somit nicht mehr genutzt werden.

Umweltplakette wechseln

Die Umweltplakette wird stets fahrzeugspezifisch ausgestellt. Das heißt, dass Du sie individuell erhältst, nachdem das ausstellungsberechtigte Unternehmen einen Blick in den Fahrzeugschein geworfen und das Fahrzeug anhand der Schlüsselnummer in eine Schadstoffgruppe eingeordnet hat. Es sind folgende Szenarien denkbar, deren Bewandtnis für die Benutzung einer Umweltplakette dargestellt werden soll.

  • Ummeldung innerhalb desselben Zulassungsbezirks: Deine Umweltplakette ist weiterhin gültig.
  • Ummeldung in einen anderen Zulassungsbezirk, das Kennzeichen bleibt aber identisch: Deine Umweltplakette ist weiterhin gültig.
  • Ummeldung in einen Zulassungsbezirk, das Kennzeichen verändert sich. Deine Umweltplakette ist für das neue Kennzeichen nicht mehr gültig.

Nach einem Umzug kann es sein, dass Du keine Umweltplakette mehr benötigst. Hast Du bis dahin in einer Stadt mit einer Umweltzone gelebt und bist nun in eine Stadt gezogen, in der es eine solche nicht gibt, benötigst Du in der Theorie keine Umweltplakette mehr. Denn sie ist nicht zwingend vorgeschrieben, sondern wird nur benötigt, wenn Du in einer Umweltzone einfahren möchtest.

Eine neue Umweltplakette kannst Du auch online beantragen. Denn es besteht keine Vorführpflicht für das Fahrzeug. Es reicht aus, eine Kopie des Fahrzeugscheins an die Ausstellungsstelle zu schicken.

Bildquelle:

  • auto-ummelden_beitragsbild_dieautowelt: #81384682 ©Björn Wylezich, Fotolia.de
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