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Auto verschrotten: Das musst du wissen

Wenn Du Dein Auto nicht mehr verkaufen kannst, kannst du es nur noch verschrotten. Hier findest Du alles, was Du dazu wissen musst.

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Auto verschrotten

Es gibt zwei triftige Gründe, ein Auto zum Schrott zu geben. Der erste ist ein Unfall, der zu einem Totalschaden geführt hat. Der zweite Grund ist, dass sich kein Käufer mehr für Dein altes Vehikel findet. Zumindest nicht unter normalem Zeitaufwand.

Hier sind andere gute Gründe, warum Du Dein altes KFZ zu einem Schrottplatz geben solltest:

1. Fährst Du einen Oldtimer oder ein sehr gefragtes Modell und einige Teile an Deinem Auto sind noch gut zu gebrauchen, frage unbedingt bei einigen Schrottplätzen in Deiner Nähe nach, ob jemand Interesse hat. Selbst, wenn Dein KFZ nicht mehr fahrtauglich sein sollte – denn einige Schrottplätze holen für sie wertvolle Schrottis kostenfrei ab.

Der Schrottplatz wird Deinen Wagen dann ausschlachten und macht mit den Einzelteilen vor Ort oder Online Geld.

2. Besonders Oldtimer sind begehrt. Die Bauteile werden nicht mehr gefertigt. Es gibt extra Oldtimer Schrottplätze, an die Du Dich wenden solltest, bevor Du daran denkst aus Deinem Fahruntersatz einen Würfel zu machen.

3. Manche Schrotplätze lehren das KFZ-Handwerk und freuen sich über Karossen, an denen der Nachwuchs das Schrauben an älteren Autos lernen kann. Sie sind im Zweifelsfalle bereit, eine kleine Mark zu bezahlen.

4. Der letzte Grund ist, dass einige Schrottplätze die Karren wieder auf Vordermann bringen und weiterverkaufen. So hast Du die Chance, noch etwas Geld aus dem alten Auto zu machen.

Sondertipp: Frage mal bei Feuerwehren, ob beruflich oder freiwillig, ist egal, nach. Denn auch hier bekommst Du vielleicht noch Geld oder aber das Auto wird wenigstens umsonst abgeholt und Du tust etwas Gutes. Dein altes KFZ wird dann zu Übungszwecken eingesetzt.

Welche Papiere braucht man?

Du kannst natürlich nicht einfach ein fremdes Auto verschrotten lassen. Handelt es sich um Dein eigenes Auto, sprich, Du bist der Halter des Fahrzeuges, ist alles ganz einfach.

Übrigens bist Du dann Halter, wenn Du die Steuern bezahlst.
Versicherungsnehmer ist eine andere Sache und muss nicht mit dem Halter übereinstimmen. Wer in dem Moment der Verschrottung Versicherungsnehmer ist, ist völlig unerheblich.

Du brauchst nur den Fahrzeugbrief beziehungsweise Teil I.

Handelt es sich nicht um Dein Eigentum, brauchst Du eine Vollmacht des Inhabers. Es kann sein, dass Du auch seinen Personalausweis mitnehmen musst. Diese Vorgehensweise ist aber rechtlich nicht abgesichert und fraglich, obwohl gängige Praxis.

Vorgehensweise:
Rufe am besten einige Schrottplätze an, wenn Du Zeit hast, Dein altes Fahrzeug loszuwerden. Wie oben beschrieben, kann es schließlich sein, dass Du noch etwas Geld herausschlagen kannst oder aber das Dein Wagen wenigstens vor der Tür abgeholt wird.

Bei einem Unfall kümmert sich die Versicherung oder der externe Pannenservice darum, dass Dein Auto vom Unfallort abgeschleppt wird. Wenn es sichtbar irreparabel ist, wird er es mit Deinem Einverständnis direkt zu einem Schrottplatz schleppen.

Kosten

Du kannst Dein altes Auto auch bei dem Hersteller entwerten lassen. Denn diese sind gesetzlich gezwungen, Deinen alten PKW zu entsorgen. Passe hier aber auf, denn es gibt Ausnahmen, wo das nicht der Fall ist. Etwa, wenn Dein Auto ausgeschlachtet ist oder erst weniger als einen Monat angemeldet, auch eine Anmeldung außerhalb der europäischen Union gehört dazu.

Interessant: Hast Du Dein Auto aufgemotzt oder so verbastelt, dass am Fahrzeugschein Änderungen eingetragen wurden? Dann muss der Hersteller das Auto nicht nehmen und wenn er es tut, dann darf er Dich für die Kosten der nachträglich eingebauten Teile zur Kasse bitten, um diese zu entsorgen.

So rechnet der Schrottplatz die Kosten aus:

Das Auseinanderbauen und das Pressen selber sind die beiden Kostenfaktoren des Schrottplatzes.
Eventuell kommt auch noch eine Gebühr für die Abholung dazu.
Von den Gesamtkosten zieht der Schrotthändler nun den Restwert Deines Autos ab. Das können die Winterreifen sein, Karosseriebauteile oder Teile aus dem Motor und Innenraum und so weiter.

Desto mehr Teile er von Deinem Alten noch brauchen kann, je weniger musst Du also zahlen. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass Du eben sogar im Plus da herausgehst.

Rechne im Schnitt mit circa 100 Euro Kosten. In der Praxis ist es aber selten, dass jemand wirklich Geld für die Verschrottung zahlen muss.

Wer darf ein Auto verschrotten?

Wie Du eben gelesen hast, darf jeder in Deutschland sein eigenes Auto verschrotten lassen.
Allerdings werden nur die Autos verschrottet, die wirklich reif für den Schrott sind. Wenn Du Dein Auto beim Schrottplatz abgibst, bekommst Du eine Entwertungsbescheinigung. Aber Du hast keinen Anspruch darauf, dass daraus wirklich ein gepresster Metallballen wird.

Tipp: Versuche einen Käufer zu finden, der die Autos nach Afrika weiterverkauft. Hier sind viele alte Autos noch etwas wert, weil sie einfach repariert werden können.

Merke:
1. Du darfst kein fremdes Auto verschrotten ohne Vollmacht.
2. Autos, die in Zusammenhang mit einer Straftat stehen, dürfen auch nicht verschrottet werden.
3. Du brauchst einen KFZ-Brief oder aber musst eine Eidesstattliche Erklärung abgeben, dass Du ihn verloren hast. Wurde Dir der Brief geklaut? Dann musst Du das in Form einer Anzeige auch polizeilich beweisen können.

Auf Basis dieser Beweise kriegst Du dann neue Fahrzeugpapiere. Das dauert lange und ist relativ teuer.

Wenn Du Dein Auto bereits abgemeldet hast, dann darf es ohne Zulassung nicht auf öffentlicher Straße stehen. Ein Verstoß kann dich 60 Euro Bußgeld kosten und Dir einen Punkt bringen. Übrigens gilt das egal, ob ein Kennzeichen dran ist oder nicht.
Du darfst Dein altes Fahrzeug auf keinen Fall illegal entsorgen. Das wird dann ziemlich teuer und ist nebenbei gesagt eine Straftat.

Beim Verschrotten geht es darum, die Umwelt so gut wie möglich zu schonen. Sämtliche Flüssigkeiten müssen ordnungsgemäß aus dem Auto entfernt werden, bevor es verschrottet werden kann. Die verschiedenen Materialien werden getrennt, um sie bestmöglich wiederzuverwenden.

In diesem Prozess steckt meistens auch etwas Geld für den Fahrer wie Dich. Herumfragen lohnt.

Wichtig: Nach dem Du Dein Auto dem Schrotthändler ausgehändigt hast, kümmert dieser sich meistens darum, es dem Straßenverkehrsamt mitzuteilen. Das Amt wiederum teilt Deiner Versicherung von der Verschrottung mit. Erkundige Dich vorher beim Schrottplatz, ob die Kosten für die Abmeldung bei der KFZ Behörde extra gezahlt werden müssen und ob er diesen Service überhaupt anbietet.

Bildquelle:

  • auto-verschrotten-im-autofriedhof: ©pixabay.com
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