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Auto Zulassung – welche Unterlagen brauche ich?

Wenn Du ein neues oder gebrauchtes Auto anmelden möchtest, benötigst Du eine ganze Reihe von Unterlagen zu Deinem Fahrzeug und Deiner Person. Erst wenn alles zusammengestellt ist, lohnt der Weg zur zuständigen Zulassungsbehörde an Deinem Wohnort.

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Neuwagenanmeldung

Hast Du Dir einen Neuwagen gekauft, übernimmt meist der Autohändler die Anmeldung meistens als Service. Das erspart Dir lange Wartezeiten bei der Zulassungsbehörde. Zu einem Neuwagen bekommt der Autohändler eine Typbescheinigung vom Hersteller mit wichtigen Angaben zum Fahrzeug. Damit erstellt die Zulassungsbehörde die Zulassungsbescheinigungen Teil I und II auf Deinen Namen (KFZ-Brief und KFZ-Schein).

Einen Nachweis über die Betriebssicherheit ist bei Neuwagen und bei Autos bis zu einem Alter bis zu drei Jahren nicht erforderlich. Die Behörde geht davon aus, dass Dein Auto in Ordnung war, als es die Werkshalle verlassen hat. Die zuständige Behörde wird sich das Auto auch nicht ansehen, sondern vertraut den Herstellern und deren Unterlagen.

Wenn Du das Auto nicht selbst anmeldest, musst Du dem Autohändler oder einem von ihm beauftragten Zulassungsservice eine Kopie Deines Personalausweises geben. Außerdem benötigt der Händler oder Zulassungsservice eine Vollmacht von Dir.
Diese Vollmacht muss von Dir unterschrieben sein und Deinen korrekten Namen enthalten – so wie er im Ausweis vermerkt ist. Das passende Formular halten Händler oder Service bereit. Ansonsten erfolgt die Neuwagen-Zulassung wie bei allen anderen Fahrzeugen.

Gebrauchtwagenanmeldung

Ein gebrauchtes Auto kann auch viel Freude machen. Dazu musst du aber mehr Nachweise mitbringen als bei einem Neuwagen, der eben erst durchs Werktor gerollt ist. Hier kommt es darauf an, ob das Auto aktuell noch zugelassen ist auf den Vorbesitzer, oder bereits abgemeldet wurde. Ist es noch angemeldet, benötigst Du die Zulassungsbescheinigungen Teil I und Teil II. Wenn Du am gleichen Ort wie der Vorbesitzer wohnst, kannst Du sogar sein Kennzeichen übernehmen. Die Kennzeichen müssen deshalb auch mit dabei oder am Auto montiert sein.

Sehr oft wird ein gebrauchtes Auto abgemeldet übergeben, damit dem Vorbesitzer weniger Kosten während der Standzeit entstehen. Dann hat der Vorbesitzer die Kennzeichen und den KFZ-Schein irgendwann bei der Zulassungsstelle abgegeben. Du bekommst nur einen entwerteten KFZ-Brief, mit dem Du den Wagen wieder anmelden kannst.

Bei Gebrauchtwagen, die älter als drei Jahre sind, ist ein Nachweis für die Verkehrssicherheit erforderlich. Autos müssen in Deutschland nach dem Ablauf von drei Jahren alle zwei Jahre zur Hauptuntersuchung und Abgassonderuntersuchung. Die Unterlagen zu den letzten Prüfungen benötigst Du für die Zulassungsbehörde.

Manche Zulassungsstellen verlangen, dass Du mit Deinem Auto zur Prüfung vorfährst, wenn die letzte Hauptuntersuchung länger zurück liegt als 6 Monate. Das kann nervig sein, wenn das Fahrzeug vom Vorbesitzer bereits abgemeldet wurde und keine gültigen Kennzeichen mehr besitzt. Gebrauchtwagenhändler haben zu diesem Zweck mehrfach verwendbare Kennzeichen, frage nach, wenn Du das Auto selber anmeldest.

Den Kaufvertrag musst Du nicht mitbringen. Er kann aber hilfreich sein, weil er die Adressdaten des Verkäufers enthält. Das kann bei Rückfragen nützlich sein.

Die wichtigsten Dokumente im Überblick

Die Zulassungsbehörde benötigt einen Nachweis, dass Du der neue Eigentümer des Fahrzeugs bist. Das ist die Zulassungsbescheinigung Teil I, auch KFZ-Brief.

Deine Identität wird ebenfalls überprüft, daher benötigst Du einen gültigen Personalausweis oder einen Reisepass mit einer aktuellen Meldebestätigung. Eine Meldebestätigung ist erforderlich, weil im Reisepass kein Wohnort verzeichnet ist. Erledigt die Zulassung ein Dritter, genügt eine Kopie des Personal-Ausweises oder der Pass-Dokumente. Bist Du kein deutscher Staatsbürger, kommen noch eine ganze Reihe weiterer Nachweise hinzu. Erstaunlicherweise musst Du keinen gültigen Führerschein vorlegen.

Wenn das Fahrzeug noch angemeldet ist und auf Dich umgemeldet werden soll, musst Du den KFZ-Schein und die vorher abmontierten Kennzeichen mitbringen.

Was gerne vergessen wird: Der Staat berechnet Dir KFZ-Steuer. Damit die Steuer korrekt automatisch eingezogen werden kann, musst Du der Zulassungsbehörde eine Einzugsermächtigung zu Deinem Konto geben. Dazu gibt es bei jeder Behörde ein Formular, dass Du mit Deinen Bankdaten füllen und unterschreiben musst. Du benötigst also auch ein Bankkonto von einer Bank in Deutschland.

Ein Auto darf außerdem nicht ohne gültige Haftpflichtversicherung betrieben werden. Deswegen verlangt die Zulassungsbehörde einen Nachweis von Dir. Suche also im Vorfeld eine Versicherung aus, bei der Dein Auto später versichert sein soll. Die Versicherung stellt auf Antrag eine eVB-Nummer aus, dies ist ein siebenstelliger Code aus Buchstaben und Zahlen. Die Zulassungsbehörde kann den Code überprüfen. Daher reicht es aus, wenn Du ihn telefonisch bekommst und dem zuständigen Mitarbeiter zeigst. Viele Versicherer senden den Code praktischerweise auch per SMS. Die Ausstellung des Codes dauert weniger als eine Stunde bei einer Online-Versicherung.

Nochmal als Zusammenfassung, was benötigt wird für die Zulassung:

  • Zulassungsbescheinigung Teil II (KFZ-Schein) und Kennzeichen, wenn das Auto noch zugelassen ist
  • Gültige Bescheinigung zur letzten Hauptuntersuchung
  • Ausgefülltes und unterschriebenes SEPA-Lastschriftmandat für ein Konto in Deutschland
  • Nachweis des Versicherungsschutzes (eVB Code)

Kosten der Anmeldung

Wenn die Behörden tätig werden, gibt es nichts umsonst. Hier eine Reihe von Kosten, die auf Dich zukommen, wenn Du alle Unterlagen beisammen hast:

  • Gebühren für das Ausstellen der Fahrzeugpapiere: Rund 27 Euro
  • Umweltplakette: ab 5 Euro
  • Kennzeichen: ab 20 Euro, Kosten variieren je nach Anbieter
  • Wunschkennzeichen: Reservierungsgebühr, ab 10 Euro

Wer kann das Auto anmelden?

Du kannst Dein Auto selbst anmelden oder einen Zulassungsdienst beauftragen. Die Zulassungsdienste nehmen Dir lästige Wartezeiten ab und haben meistens eigene Schalter bei der Zulassungsbehörde, die die Zulassung weit schneller bewerkstelligen.

Kaufst Du ein Auto bei einem Händler, hat dieser meistens einen Zulassungsdienst bei der Hand. Ansonsten bist Du auf Brancheneinträge oder das Internet angewiesen. Bedenke aber, dass nicht jeder Zulassungsdienst an jedem Ort Dein Auto anmelden kann. Kaufst Du ein Auto in München und wohnst in Hamburg, kann das schwierig werden.

Damit eine dritte Person Dein Auto anmelden darf, musst Du ihr eine Vollmacht ausstellen und alle Dokumente aushändigen. Als Nachweis reicht zumeist eine Ausweiskopie. Hast Du einen Gebrauchtwagen gekauft, der bei der Behörde vorzufahren ist, musst Du dem Zulassungsdienst Dein Auto übergeben. Die Dienste nutzen dann ein rotes Kennzeichen des Händlers, um das Auto legal zur Behörde zu bewegen.

Bildquelle:

  • dokumente-checkliste: ©pixabay.com
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