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Scheinwerfer reinigen: So machst Du es richtig

Scheinwerfer

Schmutz und schlechtes Wetter lassen die Leuchtkraft der Autoscheinwerfer verblassen. Vor allem in der kalten Jahreszeit sollten sie in regelmäßigen Abständen geputzt werden. Wie Du dabei vorgehen musst und mit welchen Hausmitteln die Scheinwerfer richtig sauber werden, erfährst Du in den folgenden Abschnitten.

Scheinwerfer - Zahnpasta

Hausmittel

Unter keinen Umständen darfst Du Scheinwerfer aus Kunststoff mit einer handelsüblichen Autopolitur bearbeiten. Spannungsrisse und Beschädigungen an den Gläsern können im schlimmsten Fall die Folge sein. Dagegen eignet sich gewöhnlicher Glasreiniger sehr gut. Damit keine unschönen Schlieren auf der Oberfläche zurückbleiben, musst Du die Autolampen anschließend sorgfältig abreiben.

Auch darf er nicht mit dem Lack Deines Wagens in Berührung kommen, da dieser Flecken verursachen kann. Sind bereits kleine Risse im Material zu erkennen, kannst Du sie mit Zahnpasta polieren. Das darin enthaltene Granulat ist dafür verantwortlich, dass eine zarte Schleifwirkung entsteht und somit der Schmutz mühelos entfernt werden kann. Durch das Auftragen werden kleine Fugen wieder aufgefüllt, aber nur dann, wenn sich die Macken nur innerhalb der Beschichtung befinden. Achte in diesem Zusammenhang gut darauf, dass die Paste nicht mit Deinem Autolack in Berührung kommt, da er empfindlich auf das Zahnpflegeprodukt reagiert. Matte Stellen können hierbei die Folge sein.

Das Hausmittel funktioniert lediglich bei Kunststoffscheinwerfern. Bei älteren Modellen aus Glas ist der Glasreiniger das Produkt Deiner Wahl. Wenn Du jedoch die Zahnpasta lieber für die Pflege Deiner Zähne nutzen möchtest, ist der Saft einer Zitrone ebenfalls eine Alternative zum Säubern. Allerdings ist die Wirkung der aufgeschnittenen Zitrusfrucht schwächer, aber für leichtere Verschmutzungen ist sie bestens geeignet. Nachdem Du die Lampen mit dem Zitronensaft abgerieben hast, musst Du mit klarem Wasser und einem weichen Tuch die klebrigen Reste entfernen.

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Die richtige Vorgehensweise

Damit Du Dich für die richtige Methode entscheiden kannst, solltest Du zunächst die Scheinwerfer richtig inspizieren. Dafür eignet sich am besten das helle Tageslicht, da Dir dann am schnellsten auffällt, ob sie bereits etwas milchig geworden sind. Darüber hinaus ist es wichtig, die Autoteile im an- und ausgeschalteten Zustand zu prüfen sowie nach Kratzern und schwerem Abrieb Ausschau zu halten. Je nach Grad der Schäden ist eine professionelle Untersuchung oder sogar ein Austausch nötig.

Bevor Du dies jedoch richtig beurteilen kannst, musst Du die Lichtstrahler vom Matsch und alltäglichen Straßendreck befreien. Dazu genügt der Einsatz einer Autowaschseife sowie warmes Wasser. Mit ihnen wischst Du Deine Scheinwerfer ab und lässt sie anschließend vollständig trocknen. Danach stellt die spezifische Fehlersuche kein Problem mehr dar. Nach der Vorbereitung folgt das Abschleifen der Kunststoffscheinwerfer. Dazu besorgst Du Dir unterschiedliche Stärken von Trocken- und Feuchtschleifpapier. Zu Beginn musst Du die Lampen mit immer feiner werdenden Papier abschleifen.

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Schleifmittel mit der Körnung 1.500 bilden den Anfang und ein Papier mit einer Körnung 2.000 schließt den Poliervorgang ab. Diese Angaben sind jedoch nur als grobe Richtlinien zu verstehen und sollten situationsabhängig ausgewählt werden. Wenn Du Dich für ein gröberes Schleifmittel entscheidest, ist dies auch kein Problem. Damit Du mit dem Sandpapier nicht den Lack Deines Wagens beschädigst, solltest Du die Scheinwerferkanten mit Tape abkleben. Dieser Schritt ist nicht zwingend erforderlich, bewahrt Dich aber vor unschönen Überraschungen. Bevor es nun endgültig ans Schleifen geht, kannst Du die Lichtstrahler nochmals mit einem Papiertuch und ein wenig Reinigungsalkohol abwischen. Da dieser schnell trocknet, hält sich der Zeitverlust in Grenzen.

Als Nächstes befeuchtest Du mit einer Sprühflasche das Sandpapier und schleifst die Scheinwerfer richtig ab, bis Du eine trübe, ebene Oberfläche hast. Ein gleichmäßiger Druck ist hierbei für das Ergebnis entscheidend. Wenn die aufgebrachte Schutzschicht vom Hersteller sich zu lösen beginnt, wirst Du dies an einer schlierigen Linie erkennen, welche bei weiterem Abschmirgeln ihre Form verändert. Im Allgemeinen ist es sinnvoll, die Schutzschicht vollkommen zu entfernen. Nachdem Du die Oberseite mit einer groben Körnung geglättet hast, wechselst Du zu einem feineren Papier und wiederholst den Vorgang. Du kannst den Schritt beenden, wenn die Oberfläche einen seidigen Glanz annimmt.

Bei Fabrikaten, die mit einer Riffelung auf der Innenseite ausgestattet sind, genügt oftmals der Einsatz des groben Sandpapiers. Die Fahrzeuggläser bekommen zwar ein milchiges Aussehen, sind aber glatt und nicht mehr gelblich. Zu guter Letzt müssen die Scheinwerfer richtig poliert werden. Da das Angebot im Handel diesbezüglich sehr groß ist, solltest Du Dich in einem Autoteilefachhandel beraten lassen. Mit etwas Politur und einem sauberen Tuch arbeitest Du in kleinen kreisförmigen Bewegungen die Scheinwerferoberfläche Stück für Stück ab. Da Du wenigstens drei Schichten auftragen musst, benötigst Du hierfür ein wenig Muskelkraft. Wenn Du mit der Klarheit zufrieden bist, kannst Du die Arbeit beenden.

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Was ist zu beachten?

Bevor Du mit der Putzaktion beginnst, solltest Du auf Vergilbungen achten. Diese entstehen, wenn die harte Kunststoffschicht dünner wird und infolgedessen den Halt an die Polycarbonlinse verliert. Das UV-Wellenlängenspektrum entwickelt eine sich erneuernde Einheit innerhalb der Kohlenstoffkette. Diese absorbiert das blaue Licht und erzeugt somit einen gelblichen Anschein. Hast Du eine solche Verfärbung entdeckt, kannst Du die Lichtstrahler mit einem Poliermittel umfassend reinigen, um diesen Schaden zu beseitigen.

Weiterhin musst Du nach Kratzern und Abschürfungen auf der Schutzschicht Ausschau halten. Wenn sich diese verschlechtert, werden Dir Fleckenbildungen in den Ecken oder am oberen Rand auffallen. Dies hat zur Folge, dass der Schutzüberzug sich abschält oder abblättert. Im Laufe der Zeit führt dies zu tiefen Kratzern in der Linse und sie muss von einem Fachmann neu beschichtet werden.

Bildquelle:

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