Die Laschenkette

20.12.2016
Laschenkette

Die Laschenkette dient grundsätzlich dem Antrieb von Maschinen innerhalb des Maschinenbaus oder auch der Fahrzeugtechnik. Bei der Laschenkette handelt es sich um eine spezielle Bauform der Antriebskette innerhalb dieser Fahrzeuge. Die Laschenkette, die formschlüssig ist, setzt sich aus Querbolzen und zahlreichen, direkt nebeneinander angeordneten zahnfömigen Laschen zusammen. Dabei gilt, dass die Kraft von den jweiligen Laschen dann wiederum auf normale Zahnräder übertragen wird. Üblicherweise kann eine axiale Verstellung an den konischen Scheiben vorgenommen werden, so dass die Kraftübertragung ein variables Getriebe darstellt.

Laschenkette - Automotor

Es wurden auch Lamellenbänder sowie Keilriemen für die mechanischen verstellbaren stufenlosen Getriebe, die sogenannten DVT-Getriebe, zum Einsatz gebracht. Innerhalb der Steuerung der CBZT-Getriebe erfolgt eine manuelle oder automatische Nutzung. Die jeweilige Verstellung im Hinblick auf die Drehzahl oder aber das Drehmoment kann entsprechend im Leerlauf wie auch unter Last stattfinden. Die Übersetzung von Laschenkettengetrieben bietet in Fahrzeugen eine Spreizung von ca. 7. Für Lamellenbändern gilt, dass sie im Regelfall eine geringere Spreizung aufweisen. Dies liegt an dem größer gestalteten Minimalradius, der innerhalb des Kegelrades gegeben ist. Noch deutlich stärker reduzierte Spreizungen weisen die sogenannten Variomatikgetriebe auf, die mit einem Kunststoffkeilriemen arbeiten und bei Rollern zum Einsatz gelangen.

Laschenkette

Was ist grundsätzlich die Laschenkette und für welche Zwecke gelangt sie zum Einsatz?

Der Sinn und die Nutzung der Laschenkette lassen sich sehr schnell erklären. Fakt ist, dass es grundsätzlich zwei Getriebetypen gibt. Dabei handelt es sich – wie den meisten bekannt ist – zum einen um das manuell betriebene Getriebe und weiterhin um das automatisch funktionierende Getriebe. Allerdings gibt es bei den automatisch funktionierenden Getrieben eine sehr wichtige Unterscheidung. Hier gibt es nämlich sowohl Wandlerautomaten wie auch Doppelkupplungsgetriebe und auch stufenlos betriebene Getriebe.

Die stufenlos funktionierenden Getriebe werden auch als CVT bezeichnet. Das heißt in der ausgeschriebenen Form continouously Variable Transmission. Hier bestimmen dann immer zwei gegenüber liegende und in ihrer Breite variable Kegelräder die jeweilige Veränderung innerhalb der Übersetzung. Ein kleiner Radius steht hier auf der einen Seite einem großen Radius auf der anderen Seite gegenüber. Somit dreht sich auch eine Seite schneller, als es die andere Seite tut. Damit nun beide Kegelräder verbunden werden können und somit ein sogenannter Kraftschluss hergestellt werden kann, hat man früher einen Riemen aus Gummi verwendet. Mit der in der Vergangenheit verwendeten DAF Variomatic war es so möglich, rückwärts ebenso schnell wie vorwärts zu fahren.

Innerhalb der Automobilindustrie kam allerdings schnell der Wunsch auf, den sich ergebenden Komfortgewinn des CVT auch mit stark arbeitenden Dieselmotoren zu kombinieren, denn hier waren mangels Gangsprüngen auch keine Schaltruckler zu verzeichnen. Der Riemenantrieb erlebte mit diesem Wunsch allerdings seine Grenzen. Die Lösung war sehr schnell vorhanden. Seitens der Techniker der Firma LuK aus Bühl wurde nämlich nun die Laschenkette konstruiert. Dieses aus Metall gefertigte und zu einer Kette mittels Laschen verbundene Teil machte es möglich, dass nun Kräfte bis zu einer Stärke von 400 Nm mittels dem vorhandenen CVT verarbeitet werden konnten. Die Laschenkette wurde übrigens im Jahr 1965 entwickelt.

Laschenkette - Motor

Unterschieden wird in die formschüssige sowie die reibschlüssige Laschenkette

Formschlüssige Verbindungen bilden sich durch das Ineinandergreifen von wenigstens zwei Verbindungspartnern. Durch dieses Ineinandergreifen können sich wiederum die zwei Verbindungspartner auch ohne oder bei einer zeitweise unterbrochener Kraftübertragung nicht von einander lösen. Praktisch heißt das, dass innerhalb der formschlüssigen Verbindung ein Verbindungspartner dem anderen im Wege steht. Innerhalb einer solchen Betriebsbelastung liegen normale Druckkräfte vor, die rechtwinklig zu den Flächen der Verbindungspartner wirken. Diese sogenannten Sperrungen finden sich mindestens in eine Richtung. Ist dann ein zweites und homogenes Flächenpaar gegenüber angeordnet, ist nun auch die Gegenrichtung gesperrt.

Besteht das Paar wiederum aus zwei Zylinderflächen, die koaxial zueinander stehen, so ist ein Formschluss gegeben, der in allen Richtungen zur Zylinderachse senkrecht steht. Ein Beispiel ist hier ein in ein Loch gesteckter und herausnehmbarer Stift. Dabei ist das Loch vorteilhafterweise ein Sackloch, so dass es dem Stift nicht möglich ist, hindurch zu fallen. Dann kommt wiederum ein einseitiger formschluss in axialer Richtung dazu. Als stiftartige Verbindungselemente gelten auch Nieten und Schrauben, sowie für Schraubverbindungen in der Regel gilt, dass sie sowohl kraft- als auch formschlüssig sind.

Laschenkette - Motorgetriebe

Bei der reibschlüssigen Laschenkette handelt es sich um eine kraftschlüssige Verbindung, die eine Normalkraft auf zwei miteinander zu verbindende Flächen voraussetzt. Die gegenseitige Verschiebung zeigt sich als verhindert, sofern eine durch die Haftreibung erzielte Gegenkraft nicht überschritten wird. Der Reib- beziehungsweise Kraftschluss ist verloren und die Flächen rutschen nun aufeinander, wenn die tangential einwirkende Lastkraft sich intensiver als die Haftreibungskraft darstellt. Dies ist zum Beispiel zwischen einem Rad und einer Schiene oder dem Straßenbelag bei Fahrzeugen mit eigenem Antrieb gegeben. Innerhalb der Reibungskupplung eines Fahrzeugs erfolgt eine Unterbrechung des Kraftschlusses, wenn die Kupplung getreten wird. Wird sie dagegen nur teilweise gegen die innerhalb der Normalkraft eingebauten Feder getreten, dann schleift sie lediglich.

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