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Kosten eines Zweitwagens – Das musst Du beachten

Die Anschaffung eines Zweitwagens sollte eine überlegte Entscheidung sein, welche durch mehrere Faktoren beeinflusst wird. Um ungewollte Überraschungen zu vermeiden, gilt es, einige wichtige Gesichtspunkte zu beachten.

Kosten eines Zweitwagens – Das musst Du beachten

Die Kosten für einen Zweitwagen setzen sich vor allem aus der Einstufung in eine Schadenfreiheitsklasse und den daraus resultierenden Versicherungskosten zusammen. Jedoch spielen auch individuelle Konditionen der ausgewählten Versicherung, der Umfang dieser und persönliche Umstände des Fahrzeughalters eine Rolle bei der Ermittlung des Beitrags.
Durch einige Tricks ist es aber durchaus möglich, Deinen Zweitwagen ähnlich günstig zu versichern, wie Deinen Erstwagen. Dabei hilft es bestimmte Mechanismen zu berücksichtigen, die Dich schnell, bequem und einfach Deinen regelkonformen Zweitwagen startbereit machen lassen.

Schadenfreiheitsklassen

Schadenfreiheitsklassen ,oder auch SF-Klassen genannt, ordnen Dein Fahrzeug regelmäßig in eine bestimmte Kategorie ein. Dabei spielt es eine Rolle, wie lange Du schon den Führerschein besitzt, ob Du bereits einen Schadensfall gemeldet hast und wie die individuellen SF-Klassen-Bestimmungen der Versicherung Deiner Wahl sind.

Die meisten Versicherungen folgen bei der Einordnung in eine Schadenfreiheitsklasse dem gleichen Schema. Dein von der Versicherungsgesellschaft individuell festgelegter Gesamtbeitrag ist dabei der Ausgangspunkt. Dieser Betrag fügt sich aus diversen Faktoren zusammen, die später genauer beleuchtet werden. Entscheidend ist jedoch der Rabatt, den man auf den ermittelten Versicherungsbetrag bekommt. Je größer der Rabatt ausfällt, desto kleiner ist auch der an die Versicherung zu zahlende Beitrag.

Diese Kategorisierung in eine SF-Klasse wird einmal jährlich erneuert. Ist ein unfallfreies Jahr erfolgt, erhöht sich der Wert Deiner Stufe. Durch einen Unfall beziehungsweise einen Schadensfall senkt sich die Stufe wieder. Angefangen von der Schadenfreiheitsklasse “M” welche mit 125 – 140 % des Versicherungsbeitrags berechnet wird, bis hin zu der SF-Klasse “35”, welche sich durch 35 Jahre oder mehr ohne Unfall auszeichnet. Bei dieser Klasse wird dann nur noch 20 % des Beitrags berechnet.

Auch die Höhe dieses Rabatts ermittelt sich aus verschiedenen Gegebenheiten im Umfeld des Fahrzeughalters. Beim Einstufen Deines Zweitwagens wird wie bei Deinem Erstwagen berücksichtigt, wie viele schadenfreie Jahre bereits absolviert wurden. Aber Vorsicht: Nicht jede Versicherungsgesellschaft bietet eine gleiche Einstufung des Erstwagens an und auch nur, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind.
Beachte unbedingt, dass entweder Du oder Dein Ehepartner Fahrzeughalter sind, Du in den letzten 12 Monaten unfallfrei warst und alle eingetragenen Fahrzeughalter mindestens 24 Jahre alt sind. Im Grunde gilt: Je länger Du schon unfallfrei fährst, desto weniger vom eigentlichen Versicherungsbeitrag ist auch zu zahlen.

Versicherungskosten

Die Schadenfreiheitsklassen spielen eine bedeutende Rolle bei der Ermittlung Deiner persönlichen Versicherungskosten. Jedoch berücksichtigt die Versicherung noch andere Faktoren. Bei der Auswahl eines Zweitwagens empfiehlt sich zu recherchieren, in welche Typklasse ein eventueller Zweitwagen fällt.
Die Typklasse wird anhand von berücksichtigten Daten eines Automodells identifiziert. Dabei sind vor allem Statistiken zur Diebstahlhäufigkeit, der Wahrscheinlichkeit eines Unfalls und generell, wie leicht das Auto zum Schadensfall wird, entscheidend. Je besser diese Typisierung ausfällt, desto weniger musst Du letztendlich an Versicherungsleistung aufbringen.

Auch ist es wichtig zu entscheiden, ob für Dich die gesetzliche Haftpflichtversicherung ausreichend ist oder Du lieber zusätzlichen Schutz durch eine Teil- oder Vollkaskoversicherung genießen willst. Denn die Kosten für diese werden auch durch die Region, in welcher der Zweitwagen gemeldet ist, bestimmt. So gibt es für verschiedene Regionen unterschiedliche Regionalklassen.

Diese ergeben sich aus der Anzahl der Unfälle, dem generellen Fahrverhalten der Bewohner, der Zahl der zugelassenen Fahrzeuge sowie den örtlichen Straßen- und Wetterverhältnissen. Für Haftpflicht-, Teilkasko- und Vollkaskoversicherungen gelten unterschiedliche Regionalklassen, welche die Kosten einer Versicherung unterschiedlich beeinflussen.

Zusätzlich zu diesen gesetzlich geregelten Kosten kommen auch noch Faktoren ins Spiel, welche individuell von jeder Versicherung festgelegt werden. Darunter zählen oft persönliche Umstände wie das Alter und die Anzahl der Fahrzeughalter, die jährlich zurückgelegten Kilometer oder aber auch, ob das Fahrzeug in einer Garage untergebracht ist oder nicht.
Denn all diese Faktoren beeinflussen das Risiko eines Schadenfalls. Inwieweit man diese Zusatzinformationen an die Versicherung weitergibt, hängt davon ab, wie Du dein Zweitfahrzeug nutzen willst. Sind viele Fahrer zu erwarten? Wird es oft benutzt werden? Denn auch hier kann man viel Geld sparen.

Tipps & Tricks Kosten zu umgehen

Wie auch beim Erstwagen gilt es für Dich festzulegen, was Du wirklich an Versicherungsschutz brauchst. Eine objektive Selbsteinschätzung hilft zu entscheiden an welchen Stellen man guten Gewissens sparen kann und wo nicht. Denn es gibt durchaus einige Tricks, um den eigenen Beitrag massiv zu senken.

Sind die familiären Voraussetzungen gegeben, können zum Beispiel Schadenfreiheitsrabatte übertragen werden. Dies ist nur bei Verwandtschaft ersten Grades möglich und darüber hinaus auch irreversibel. Deine eigene Familie kann auch helfen die Kosten gering zu halten, wenn eine entsprechende Familienversicherung besteht. Weitere Fahrzeuge können dann oft zu weitaus niedrigeren Beiträgen mitversichert werden als bei einer separaten Versicherung. Hier ist auch der entscheidende Vorteil, dass meistens keine Angaben zum Alter und der Anzahl der Fahrzeugbenutzer gemacht werden müssen.

Eine weitere Möglichkeit Deinen Beitrag zu verringern besteht darin, einen Garagenstellplatz zu melden. Dadurch teilst Du der Versicherung mit, dass Du Dein Fahrzeug schützt, zum Beispiel vor dem Wetter oder Fremdeinwirkungen durch Tiere oder Menschen. Viele Versicherungen schätzen diese Art der Vorsorge und gewähren entsprechende Rabatte.

Eine weitere Möglichkeit besteht darin, eine Selbstbeteiligung im Schadensfall zu vereinbaren. Die Versicherung senkt Deinen Beitrag, da sie im Ernstfall weniger zahlen muss als ohne eigener Selbstbeteiligung. Jedoch ist anzumerken, dass Du nur in einer Teil- und Vollkaskoversicherung eine Selbstbeteiligung wählen kannst.
Ein Vergleich, ob Du diese Versicherungsformen wirklich brauchst und ob der Gesamtbeitrag ohne diese für Dich geringer ausfällt, ist immer zu empfehlen. Diverse online Versicherungsrechner schaffen hier gute Abhilfe.
Grundsätzlich gilt: je höher die Selbstbeteiligung, desto geringer der Beitrag. Ein großer Vorteil bei größerer Selbstbeteiligung ist darüber hinaus der Mechanismus, dass wenn ein Unfallschaden komplett durch die Selbstbeteiligung gedeckt ist, die Schadenfreiheitsklasse nicht herabgestuft wird.

Weiterhin senkt der Umstand möglichst weniger Fahrer mit dem Mindestalter von 23 Jahren die Versicherungskosten. Hier entscheidet wieder die Nutzungsabsicht des Zweitwagens, ob ein solcher Rabatt sinnvoll ist. Wird der Wagen beispielsweise vom 18-jährigen Sohn mitbenutzt und es entsteht ein Unfall, greift zwar der Versicherungsschutz, jedoch wird wegen Vertragsbruches eine Strafe und eine Erhöhung des Beitrags folgen.

Möglich ist auch die Bindung an eine Vertragswerkstatt. Mögliche Rabatte sind hier möglich, falls im Schadensfall immer eine Partnerwerkstatt der gewählten Versicherung aufgesucht wird. Hier gilt jedoch zu beachten, ob Garantieansprüche vom Hersteller bei der Wahl der Werkstatt verfallen.

Schlussendlich ist zu sagen, dass man auch bei der Anschaffung eines Zweitwagens viele Möglichkeiten hat, Versicherungskosten gering zu halten. Es ist aber immer wichtig abzuwägen, wie viel Freiheit man aufgibt, um bestimmte Rabatte zu bekommen. Recherchieren sie daher genau welche Versicherung zu welchen Konditionen handelt.

Bildquelle:

  • Kosten eines Zweitwagens – Das musst Du beachten: @andreas160578 - ©pixabay.com
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