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Maut in Frankreich

Du planst einen Urlaub in Frankreich? Achtung! Die Benutzung der meisten Autobahnen und Schnellstraßen ist gebührenpflichtig. Das kann auch schon mal ganz schön teuer werden. Erfahre hier alles wichtige zu der Maut in Frankreich, damit Du mit allerbester Vorbereitung deinen Aufenthalt genießen kannst!

Geschichte der Maut in Frankreich

Das Prinzip der Mautgebühren ist nicht neu. In Frankreich ist diese Regulation im Jahre 1955 eingeführt worden. Der Hauptgrund hierfür war, dass dem Staat die finanziellen Mittel zum Neu- und Ausbau des Autobahnnetzes fehlte. Diese Finanzierung erfolgte daraufhin größtenteils privat. In den letzten 40 Jahren wurde das Autobahnnetz dadurch um ca. 10000 Kilometer erweitert.
Bis heute verbleiben einzelne Strecken jedoch noch immer im Besitz des Staates.

Allgemeine Informationen

Die Höhe der Mautgebühr richtet sich nach der gefahrenen Strecke und ist des Weiteren von der jeweiligen Fahrzeugklasse abhängig (nähere Informationen dazu findest Du im nächsten Absatz).
Fast ausnahmslos sind alle Autobahnen (A) gebührenpflichtig. Von der Mautregel ausgenommen sind grün beschilderte Nationalstraßen (N) und weiß markierte Départementstraßen (D).
Im Großteil der Fälle erfolgt die Bezahlung an speziell dafür vorgesehenen Automaten, wahlweise entweder in bar oder mit Kreditkarte.
Eine zeitsparendere und bei den meisten Autofahrern auch weitaus beliebtere Alternative stellen Trichter an Mautstationen dar, in die das im Vorhinein bereits abgezählte Geld einfach hineingeworfen werden kann.
Ganz ohne Zeitaufwand funktionieren die sogenannten “T-Spuren”, bei denen die Fahrzeuge im Vorbeifahren per Scanner registriert werden und die jeweiligen Beträge von einer zuvor eingespeicherten Kreditkarte eingezogen werden. Hierfür ist allerdings ein elektronischer Übermittler notwendig.

Fahrzeugklassen

Ein weiterer Faktor, der neben der gefahrenen Strecke ausschlaggebend für die von Dir zu zahlende Mautgebühr ist, ist die Fahrzeugklasse. Dein Auto wird anhand von Höhe, Gewicht und eventuell vorhandenem Zuggewicht in eine von fünf Klassen eingeteilt.
In Klasse eins fallen alle Fahrzeuge, die eine maximale Höhe von zwei Metern und ein Gesamtgewicht von unter dreieinhalb Tonnen erreichen.
Liegt die Höhe des Gefährts zwischen zwei und drei Metern, gehört es bereits zur Klasse zwei. Eine Ausnahme stellen dabei Fahrzeuge dar, die zum Zweck des Transports von Behinderten umgebaut wurden. Bei dieser Besonderheit ist es in der Praxis allerdings wichtig, einen Mautschalter mit Personal zu verwenden, damit der Umstand berücksichtigt werden kann.
Besitzt Dein Fahrzeug zwei Achsen, kommt es eher an die drei Meter Grenze heran und sprengt das Gewichtslimit von dreieinhalb Tonnen, wird es in die dritte Klasse eingeteilt.
Die vierte Gruppe umfasst Gefährte mit drei und mehr Achsen, einer Gesamthöhe über drei Metern und einem Gewicht von über dreieinhalb Tonnen.
Eine eigene Einheit, Klasse fünf, bilden Trikes, Motorräder mit und ohne Seitenwagen und ähnliche Gefährte.
Bei der Einteilung der Klassen ist zu beachten, dass sich etwaige kleinere und lose Anbauten, wie beispielsweise Antennen, Schilder, Lichter oder Koffer nicht auf die berechnete Gesamthöhe des Fahrzeuges auswirken. Allerdings gibt es bei dieser Regel auch Ausnahmen. Wenn es sich bei dem montierten Objekt nämlich um größere und vor allem feste Aufbauten, wie Wohnräume beziehungsweise Wohnzellen oder viel Platz einnehmende Kühlanlagen, handelt, müssen diese bei der Klassifizierung mit einberechnet werden.

Autobahnen

Das Autobahnnetz Frankreichs ist nach dem von China, den USA, Spanien und Deutschland das fünftlängste der Welt.
Mehrere Behörden regulieren das ausgeklügelte System des gesamten französischen Autobahnnetzes. Insgesamt betreuen elf Betreiberstellen das über 10000 Kilometer umfassende Netz. Außerdem sind sie die Herren über die Mautgebühren. Die Aufteilung erfolgt hierbei nach Region (beispielsweise ASF im Südwesten, SAPN in der Paris-Normandie oder APRR im Osten).
Auf dieser Seite erhältst Du unter dem Abschnitt “Autobahnstrecken” nähere Informationen zu genauen Preisen einzelner Autobahnverbindungen.
Genaue Informationen zu Preisen auf den wichtigsten Strecken findest Du hier.

Tunnel

Nicht alle Tunnel sind bei der Benutzung gebührenpflichtig. Allerdings ist es wichtig und empfehlenswert, sich vor dem Aufenthalt in Frankreich zu informieren, ob auf der geplanten Strecke Tunnel liegen, die nur gegen Bezahlung durchfahren werden dürfen.
Einige der großen und wichtigen mautpflichtigen Tunnel sind:
– Tunnel du Puymorens
– Tunnel Maurice-Lemaire
– Tunnel Prado Carénage
– Tunnel Prado Sud
– Tunnel Duplex A86 Rueil-Malmaison – Vélizy/Versailles
– Tunnel du Fréjus
– Tunnel du Mont Blanc

Unter diesem Link erhältst Du genaue Informationen zu den Preisen, die für die Durchfahrt von Tunneln berechnet werden.

Pass-Straßen

Einige Straßen, die an bestimmten Ballungszentren vorbeiführen, sowie Passstraßen die sich durch Gebirgsmassive ziehen, sind von der Maut ausgenommen. Das Gleiche gilt für den Großteil aller Teil- und Zubringerstrecken.
Diese beinhalten unter anderem:
– Autobahn durch das Massif Central (Clermont-Ferrand – Montpellier)
– A 31 (Beaune – Luxemburg) die sich zwischen Toul und Luxemburg erstreckt
– A 320 zwischen Freyming-Merlebach und Saarbrücken
Genauere Informationen hierzu findest Du unter folgendem Link im Abschnitt “Mautfreie Strecken”.

Autoverladungen

Bei Autoverladungen handelt es sich meist um Gefährte, die unter die oben aufgelistete Klasse vier fallen. Einen illustrierten Guide hierzu findest Du hier.

City-Maut

Im Zentrum vieler französischer Städte werden die Strecken, die sonst von der Maut betroffen sind, von Umweltzonen abgelöst. Diese sind zufahrtsbeschränkt. Der französische Ausdruck hierfür lautet ” Zone à Circulation Restreinte”, oder kurz “ZCR”. Die meisten unter diesen haben dauerhaften Bestand. Einige Andere jedoch gelten nur temporär oder nach Überschreiten des jeweiligen Luftverschmutzungslimits. Diese werden als “Zone de Protection de l’Air” oder auch “ZPA” bezeichnet.
Die Mautgebühr entfällt in diesen Bereichen zwar, wird aber durch den verpflichtenden Besitz einer Umweltplakette abgelöst. Die Anzahl solcher Umweltzonen in Großstädten nahm in den letzten Jahren extrem zu und es sind viele weitere Einführungen für die kommenden Jahre geplant.
Bestehende Umweltzonen umfassen:
– Paris
– Grenoble
– Lyon
– Strassburg
– Lille
– Toulouse
– Arve-Tal

Am besten informierst Du dich unter folgendem Link genauer über Deinen Urlaubsort.

Bildquelle:

  • DAW_Maut-in-Frankreich_Beitragsbild: #31884402 - ©RomainQuéré, Fotolia.de
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