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Sicherheitsausstattung im Auto: Darauf kommt es an

Mensch sitzt am Steuer von Auto

Mit dem Auto legt jeder von uns die meisten Wege zurück: Sei es zur Arbeit, zum Supermarkt oder mit den Kindern in den Freizeitpark. Auf dem Weg lauern viele Gefahren, denen auch Du als Autofahrer ausgesetzt bist. Welche Sicherheitsausstattung Autos bieten, erfährst Du in diesem Artikel.

Die richtige Sicherheitsausstattung war noch nie so wichtig. Immer wieder sollte dieser Bereich auf den neuesten Stand der Technik gebracht werden. Sicherheitssysteme für das Auto helfen Dir, entweder einen Unfall gänzlich zu vermeiden oder im Falle eines Unfalles, Dich und die Insassen Deines Wagens zu schützen. Spricht man von der Sicherheitsausstattung im Auto, ist es wichtig, die aktive und passive Fahrzeugsicherheit unterscheiden zu können, da diese mitunter anders schützt und wirkt. Die Sicherheitsausstattung im Auto schützt Dich bis zu einem gewissen Grad, sollte jedoch keineswegs als “Freifahrtschein” dienen. In allererster Linie bist vor allem Du als sicherer und versierter Fahrer verantwortlich und solltest Dich nur ausgeruht, vollkommen nüchtern und mit einer vorausschauenden Fahrweise hinter das Steuer setzen.

Sicherheitsausstattung: Assistenten im Auto

Besonders bei “heutigen” Fahrzeugen sind Assistenten kaum noch wegzudenken. Zu den wichtigsten gehört das ABS (Antiblockiersystem). Dieses technische System verhindert, dass die Laufflächen Deiner Autoreifen nicht unnötig verschleißen und erhöhen zudem die Fahrsicherheit. Das ABS wirkt vor allem, wenn Du eine Bremsung durchführst. Deine Räder blockieren nicht und Du behältst die Lenkkontrolle über Dein Fahrzeug. Zudem wird mitunter der Bremsweg auf nasser Fahrbahn verkürzt. Eine weitere Hilfe stellen ESP und BAS dar: ESP (Electronic Stability Control), also das Elektronische Stabilitätsprogramm, kommt vor allem beim Bremsen zum Einsatz und reguliert das gezielte Abbremsen von einzelnen Rädern. Damit soll ein unkontrolliertes “Ausbrechen” Deines Wagens (z.B. auf regennasser Fahrbahn) verhindert werden.

Der BAS (Bremsassistent) ist speziell von Mercedes Benz und gilt als eine Art Weiterentwicklung des ESP. Hierbei handelt es sich um einen Bremskraftverstärker, der – anders als das ESP – manuell von Dir ausgelöst werden muss. In einer Gefahrensituation betätigst Du den speziellen “BAS” Knopf, die Bremsleistung wird noch einmal verstärkt, da die Kammer, in der sich die Bremse befindet, mit Luftdruck gefüllt wird. Ein Sensor misst die Kraft, die Du auf das Bremspedal legst und verstärkt diese, um bei einer Vollbremsung eine Kollision zu verhindern.

Kopfstütze mit Bildschirm

Dies sind somit die wichtigsten Assistenzsysteme für den PKW, wenn es ums Bremsen geht. Ein guter Bremsassistent kann somit Leben retten. Damit auch Deine Kinder optimal geschützt sind, solltest Du in ein gutes Kinder-Rückhaltesystem (KRS) investieren. Hinter dieser Bezeichnung verbirgt sich schlicht und ergreifend der Kindersitz, der mit zusätzlichen Anschnallgurten ausgestattet ist. Gerade Kinder unter 6 Jahren sind im Auto besonders gefährdet. Alter und Gewicht Deines Kindes spielen bei der Auswahl des Kindersitzes eine entscheidende Rolle. Auch die Kopfstütze bietet im Falle eines Aufpralls Dir und Deinen Kindern Schutz. Eine Kopfstütze ist Pflicht in Deutschland. Eine Kopfstütze schützt vor allem die Halswirbel vor einer Überdehnung. Diese Gefahr kann vor allem bei Auffahrunfällen (Wenn Dir jemand hinten ins Auto fährt) mit einer Kopfstütze gemindert werden. Mögliche Folgen wären sonst Nervenquetschungen oder ein Schädel-Hirn-Trauma, daher ist diese Pflicht äußerst sinnvoll.

Knautschzone, Sicherheitsgurt und Airbag

Auch diese Autosicherheitssysteme sind wahre Lebensretter. So sind Sicherheitsgurt und Airbag mit die wichtigsten Sicherheitsvorrichtungen im Auto. Der Sicherheitsgurt wird auch als Rückhaltesystem bezeichnet und schützt Dich und Deine Mitfahrer vor einem Umherschleudern oder Herausschleudern aus dem Auto, was gerade bei Unfällen passieren kann. Die heutigen Gurtsysteme beinhalten zudem einen Gurtstraffer oder Gurtkraftbegrenzer, so dass Dich der Gurt bei einem Aufprall automatisch stoppt. Je nach Ausführung kommt ein Zwei- Drei- Vier- oder sogar Fünfpunkt-Gurt zum Einsatz. Dies sind die Punkte, mit denen Dein Körper gestützt wird. Vor allem im “normalen” Auto kommen meist Dreipunkt-Gurte zum Einsatz, oftmals ist der Gurt hinten in der Mitte ein Zweipunkt- Beckengurt. Erst seit 1984 wird das Fahren ohne Gurt mit einem Bußgeld geahndet, obwohl eine Anschnallpflicht schon in den 70er Jahren galt.

Sicherheitssysteme im Auto, Sicherheitsgurt im Auto

Eine weitere Sicherheitsvorrichtung im Auto ist der Airbag. Auch hier handelt es sich um eine Art Rückhaltesystem für Fahrer und Insassen. Ein Luftsack aus Kunststoff, der binnen weniger Millisekunden aktiviert wird, entfaltet sich aus dem Lenkrad, der Armatur am Beifahrersitz und zum Teil auch im hinteren Bereich, um vor allem einen harten Aufprall auf Teile im Auto wie Lenkrad etc. mit dem Kopf zu verhindern. Auch Seitenairbags sind oftmals serienmäßig im Auto enthalten. Sie ersetzen jedoch nicht den Sicherheitsgurt, sondern sind eine Ergänzung. Ein Steuergerät löst den Airbag aus und speichert zudem wichtige Daten. Von einem Airbag Reset spricht man, wenn diese Steuerungsanlage defekt ist und zurückgesetzt werden muss. Ein weiteres Sicherheitssystem stellt vor allem die Knautschzone dar. Die Funktionsweise einer Knautschzone ist die, dass sich Teile des Autos bei einem Aufprall so verformen, dass die Energie des Aufpralls absorbiert wird. Bei einem Aufprall werden Du und Deine Mitfahrer geschützt, da die Knautschzone nicht “steif” und unbeweglich ist, sondern nachgibt und die Energie aus dem Zusammenprall “abfängt”. Knautschzonen befinden sich vorn (Front), an den Seiten und im Heck.

Betätigter Airbag im Auto

Moderne Assistenzsysteme

Im Zuge des demographischen Wandels werden altersgerechte Assistenzsysteme immer wichtiger. So stellen diverse Autohersteller sinnvolle Assistenzsysteme vor, die auf die jeweiligen Bedürfnisse des Nutzers zugeschnitten sind. So bieten Hersteller spezielle Assistenten an, die auch Dir als Autofahrer helfen, in der vielbefahrenen Stadt zurechtzukommen. Ein besonderes Augenmerk wird auf Fußgänger und Radfahrer gelegt, da diese bisweilen besonders “unberechenbar” reagieren und im Falle eines Unfalls schwer verletzt werden können. Radarsensoren oder Kameras können die Verkehrsteilnehmer erfassen und den Autofahrer im Notfall warnen, bzw. selbst Schritte (Bremsen) einleiten, um einen Unfall zu verhindern. Wenn Du ein älteres Auto fährst, kannst Du das Auto mit einem Assistenzsystem nachrüsten. Du solltest Dich vorher bei Deinem Autohersteller erkundigen, inwiefern das Auto dafür geeignet ist und in welchem Umfang nachgerüstet werden sollte. Die technischen Voraussetzungen müssen für eine Aufrüstung selbstverständlich gegeben sein und je nach Aufwand und Einbau, kann dieser Schritt auch teurer ausfallen. Es ist jedoch nie verkehrt, in die eigene Sicherheit zu investieren.

Bildquelle:

  • Kopfstütze mit Bildschirm: ©Avanysathya - Pixabay.com
  • Sicherheitssysteme im Auto, Sicherheitsgurt im Auto: ©3844328 - Pixabay.com
  • Betätigter Airbag im Auto: ©Pixel-mixer - Pixabay.com
  • Mensch sitzt am Steuer von Auto: ©MatanVizel - Pixabay.com
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