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So viel kostet Benzin im Ausland

Die Benzinpreise im Ausland unterscheiden sich sehr von den deutschen Preisen. Wo und wie Du bares Geld sparen kannst, erfährst Du hier.

Allein in Deutschland lassen sich häufig enorme regionale Unterschiede bei den Benzin- und Dieselpreisen feststellen. Wer aber einmal auf die Nachbarländer Deutschlands und auf die EU-Mitgliedsstaaten blickt, der wird schnell feststellen, dass die Unterschiede hier deutlich größer sind. In diesem Beitrag erfährst Du deshalb nicht nur, wie sehr sich die Benzinpreise im Ausland von denen in Deutschland unterscheiden, sondern auch, welche Benzin-Bezeichnungen im Ausland gängig sind, welche Zahlungsmöglichkeiten bei ausländischen Tankstellen bestehen und natürlich auch, wie viel Benzin Du aus dem Ausland mit nach Deutschland bringen kannst.

Die Benzinpreise im Ausland im Vergleich

Wenn Du einmal einen genaueren Blick auf die Benzinpreise im Ausland wirfst, wirst Du schnell feststellen, dass die Preise in Deutschland gar nicht so hoch sind. Derzeit bewegen sich die deutschen Spritpreise nämlich lediglich im oberen Mittelfeld. Deutlich günstiger hingegen sind osteuropäische Staaten wie Tschechien und Polen. Auch das Tanken in Österreich lohnt sich noch für viele, da sowohl Benzin, als auch Diesel merklich günstiger sind. Teurer als in Deutschland ist das Tanken dagegen in Dänemark, in Italien und in den Niederlanden.

Benzin-Bezeichnung im Ausland

Wenn Du im Ausland tanken möchtest, solltest Du natürlich zunächst einmal wissen, wie die Spritsorten im jeweiligen Land heißen, immerhin ist nicht überall die Rede von Benzin und Diesel. In Großbritannien etwa wird der Begriff für Benzin von “unverbleit” abgeleitet und nennt sich daher “Unleaded”. An einigen Tankstellen ist das Benzin aber auch als “Petrol” gekennzeichnet. Auch für den Diesel gibt es in Großbritannien zwei verschiedene Bezeichnungen. Neben dem gängigen “Derv” verbirgt sich somit auch hinter dem Begriff “Stars” der herkömmliche Diesel.

Wenn Du Deinen Urlaub schon einmal in Frankreich verbracht hast, weißt Du vielleicht, dass das Benzin an Tankstellen recht einfach unter der Bezeichnung “Benzine” zu finden ist. Allerdings ist hier Vorsicht geboten, da einige Tankstellen für den Kraftstoff auch den Begriff “Essence” verwenden. Daneben wird oft auch “SP90” als Bezeichnung für Bleifrei Super verwendet, “SP95-E10” für Bleifrei Super E10 und “SP98” für Bleifrei Super Plus. Als Dieselfahrer hingegen musst Du nur nach zwei Bezeichnungen Ausschau halten: nach “Gasoil” und “Gazole”.

Eine äußerst gute Orientierungshilfe bei der Suche nach Benzin oder Diesel ist die jeweilige Oktanzahl. Super Benzin wird nämlich zumeist mit 95 Oktan gekennzeichnet. Super Plus hingegen mit 98 Oktan, wobei Premium-Treibstoffe auch bis zu 100 Oktan haben können – was dann natürlich auch so auf der Zapfsäule gekennzeichnet ist. Besonders in Bulgarien, Estland, Dänemark, Frankreich, Finnland, Italien, Kroatien, Lettland und Litauen sowie in Norwegen, Portugal, Polen, Ungarn, Schweden, Serbien, Spanien, Tschechien, der Türkei und der Schweiz ist der Treibstoff zumeist mit Oktanzahlen gekennzeichnet.

Wenn Du ein Dieselfahrzeug fährst, ist für Dich aber nicht die Oktanzahl, sondern die Cetanzahl wichtig. Bei einem älteren Dieselmotor reicht meist eine Centanzahl von 40 aus. Ist der Motor allerdings etwas moderner ist eine Centanzahl von 50 empfehlenswert. So selten, wie die Cetanzahl an deutschen Tankstellen verwendet wird, so selten wird sie aber auch im Ausland verwendet. In den meisten Ländern kannst Du Dich daher ganz einfach auf die Bezeichnung “Diesel” oder auf Abwandlungen dieser (Albanien, Griechenland: “Diezel”, Norwegen: “Diesel avgiftsfri”, Spanien: “Diésel”) verlassen.

Darf man Benzin aus dem Ausland mitnehmen?

Verglichen mit den deutschen Benzinpreisen kannst Du Dir in einigen Fällen merkbar Geld sparen, indem Du Kraftstoff im Reservekanister mit nach Deutschland nimmst. Das klingt natürlich ziemlich einfach, ist es aber aufgrund der vielen verschiedenen Landesbestimmungen nicht. In den EU-Ländern Luxemburg, Ungarn und Bulgarien sowie Griechenland, Rumänien und Kroatien ist das mitführen eines befüllten Reservekanisters grundsätzlich untersagt. Für Dich bedeutet das, dass Du weder aus diesen Ländern günstigen Treibstoff mit nach Deutschland nehmen kannst, noch Treibstoff im Kanister transportieren kannst, selbst wenn Du auf dem Heimweg nur durch die genannten Staaten hindurch fährst. Ist der Benzinpreis in einem dieser Länder besonders günstig, lohnt es sich natürlich, voll zu tanken und dann die Geschwindigkeit einzuhalten. So reicht der volle Tank für eine längere Strecke aus und Du hast Dir trotz “Reservekanister-Verbot” etwas Bezinkosten gespart.

Ein weiteres grundsätzliches Verbot gegen die Mitnahme von betankten Reservekanistern besteht auf allen Fährschiffen die Zypern, Irland, Island und Großbritannien mit dem Festland verbinden. Bei Fähren, die von Norwegen, Dänemark, Finnland oder Schweden absetzen, gibt es zwar kein vom Land festgelegtes Verbot, dennoch verbieten manche Reedereien die Mitnahme.

Wenn Du auf Deinem Weg in den oder aus dem Urlaub bist und einen gefüllten Benzinkanister bei Dir hast, solltest Du zudem wissen, wie viel Liter maximal mitgeführt werden dürfen, wenn Du durch bestimmte Länder fährst:

-Schweiz, Türkei, Lichtenstein: 25 Liter im Kanister
-Mazedonien: 20 Liter im Kanister
-Serbien-Montenegro: 5 Liter im Kanister

Da die Schweiz kein EU-Staat ist, solltest Du zudem beachten, dass Du beim Grenzübertritt aus der Schweiz in ein EU-Land alle Reservemengen über zehn Liter verzollen musst. Das gilt natürlich auch für den Übertritt aus allen anderen Nicht-EU-Ländern in ein EU-Land.

In Deutschland selbst dürfen allerdings maximal 20 Liter Treibstoff in einem Reservekanister mitgeführt werden. Diese Regelung ist hierzulande eine reine Sicherheitsmaßnahme. Somit darfst Du beim überschreiten der deutschen Grenze maximal diese Menge an Reservesprit mit Dir führen.

Bezahlmöglichkeiten

Wenn Du Benzin im Ausland tanken möchtest, ist natürlich auch wichtig zu wissen, wie Du dort bezahlen kannst. Ist die Tankstelle besetzt, ist die Möglichkeit der Barzahlung in jedem Land gegeben. Auch die bargeldlose Zahlung mit der Karte ist im Ausland kein Problem. Allerdings ist hier bei manchen Tankstellenbetreibern Vorsicht geboten, da nicht jede Tankstelle im Ausland eine deutsche EC-Karte akzeptiert. Abhilfe schaffen hier Kreditkarten, die in den meisten europäischen Staaten bereits deutlich häufiger verwendet werden als hierzulande. Diese kann, ebenso wie die EC-Karte auch dann zum Einsatz kommen, wenn Du außerhalb der Öffnungszeiten an einem Tankautomaten tanken möchtest.

Bildquelle:

  • daw_benzinpreise-im-ausland: ©Pixabay.com
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