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Mit diesen Tricks arbeiten die Werkstätten

Diagnosegerät einer Kfz Werkstatt

Immer wieder geraten Kfz-Werkstätten in die Kritik. Zu teuer seien die Leistungen, zu schlecht und vor allem zu teuer der Service. Wer weiß, mit welchen Tricks in der Kfz-Branche gearbeitet wird, hat die Möglichkeit, sich vor der Abzocke zu schützen.

Hohe Gewinne bei Kfz-Werkstätten

Pünktlich zum Jahreswechsel treten immer mal wieder gesetzliche Änderungen in Kraft, so auch 2018. Eine wesentliche Änderung gab es hinsichtlich der Endrohrmessung. War diese bislang lediglich bei Autos mit Baujahr bis 2006 Pflicht, werden nun auch neuere Automodelle dazu gezwungen. Die Endrohrmessung bei der Abgasuntersuchung soll fortan mit einer Sonde direkt am Auspuff gemessen werden. Vor Inkrafttreten des neuen Gesetzes reichte es aus, die Hauptuntersuchung nur am Computer mittels einer Fehlerauslesung durchzuführen. Damit gerät das Thema Autowerkstätten und die Frage, ob sich der Verbraucher dort aufgehoben fühlen kann, wieder in den Vordergrund. Statistiken zeigen immerhin, dass Autowerkstätten für Instandhaltung und Reparatur von Kleinwagen jedes Jahr über 560.000 Euro verdienen. Da darf ruhig mal kritisch nachgefragt werden, ob tatsächlich jedes Problem von einer Kfz-Werkstatt behoben werden müsste. Schließlich gibt es mit der Mercedes OBD Diagnose längst eine Möglichkeit, sich auch selbst mit den Macken seines Autos zu beschäftigen.

Die vielen Tricks der Werkstätten

Zur Hauptuntersuchung und Abgasuntersuchung fahren viele Autofahrer mit Grauen in die nächstgelegene Werkstatt. Dies verwundert nicht, endet eine solche Untersuchung bei manchen doch mit einer hohen Rechnung. Das Problem dabei: Als klassischer Autofahrer lässt sich nur sehr schwer überprüfen, ob die in Rechnung gestellten Dienstleistungen tatsächlich erbracht wurden. So kann man zum Beispiel nur schwerlich herausfinden, ob so viele Einheiten oder Material verwendet wurden wie eingegeben. Ein gutes Beispiel ist Flüssigware, wie der Scheibenreiniger. Um sich zu überzeugen, bleibt einem nur, die eingefüllte Flüssigkeit abzugießen und nachzumessen. Auch bei der Lieferung anderer Materialien kann es zu falschen Berechnungen kommen. Vorsicht ist immer dann angebracht, wenn Kleinteile, wie Reiniger oder Schmierstoffe, pauschal abgerechnet werden. Tatsächlich dürfen Werkstätten nämlich nur so viel berechnen wie sie tatsächlich verwendet haben. Auf der Rechnung sollte deswegen der Preis pro Einheit sowie die verbrauchte Einheit ausgewiesen werden.

Ebenso gerne wird bei der Ölentsorgung getrickst. Die Entsorgungskosten für ausgetauschtes Öl sind nämlich nur dann vom Kunden zu bezahlen, wenn dieser das Öl selbst mitgebracht hat. Sollte das Öl hingegen direkt von der Werkstatt stammen, sind die Entsorgungskosten beim Ölpreis bereits kalkuliert. Eine separate Berechnung ist nicht zulässig. Wer hier generell sparen möchte, kann sein eigenes Öl mitbringen. In der Werkstatt sind die Ölpreise um einiges teurer. Zwar kommen auf Werkstattkunden dann Entsorgungskosten zu, doch dies immer noch günstiger als den Öl-Preis der Werkstatt zu bezahlen.

OBD kann vor hohen Werkstattkosten bewahren

Möchte man sparen, gibt es noch eine weitere Möglichkeit: Die On-Board-Diagnose, kurz OBD. Mit einem entsprechenden Diagnosegerät ist es möglich, Steuergeräte zu scannen und Spezialfunktionen zu nutzen. Dies spart in vielen Fällen die Fahrt zur Autowerkstatt. Handelt es sich nur um einen einfachen Fehler, wird dieser mit einem geeigneten Gerät einfach ausgelesen und behoben. Das spart nicht nur Werkstattkosten, sondern auch Zeit. Ganz zu schweigen davon, dass der Autofahrer so ein wenig seiner Autonomie zurückgewinnt.

Bildquelle:

  • Diagnosegerät einer Kfz Werkstatt: ©delphinmedia- pixabay.com - diagnosis-400220_1280
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