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Welches Öl gehört in mein Auto?

Die Schmierung des Motors ist für seinen ordnungsgemäßen Betrieb essenziell. Ein schlecht geschmierter Antrieb hat keine lange Lebensdauer: Kolbenfresser, Lagerschäden oder defekte Turbolader sind die Folge. Das ist heutzutage besonders wichtig, da die Belastung des Schmiersystems durch diverse Neuerungen erheblich zugenommen hat.

Welches Öl gehört in mein Auto?

Hinzu kommt, dass an unterschiedliche PKWs verschiedene technische Anforderungen gestellt werden. Bei einigen Herstellern finden sich deshalb, wie etwa unter den TOTAL Motorölen, verschiedene Lösungen, die jeweils besonders auf Parameter wie das Alter oder das Modell eines Autos abgestimmt sind. Im Folgenden werden die erhöhten Anforderungen an derzeitige Schmierstoffe und vor allem an Motoröle vorgestellt.

Besondere Belastungen für das Motoröl

Für die Schmierstoffversorgung sind heute die Technologien zur Abgasreinigung besonders problematisch. Die Abgas-Rückführungs-Technik kontaminiert den Ölkreislauf sehr schnell. Bei der Abgas-Rückführung wird ein Teil des verbrannten Kraftstoff-Luft-Gemisches wieder über den Ansaugtrakt in den Brennraum geleitet. Das Ziel dieser Maßnahme ist es, die Brenntemperatur zu senken. Eine niedrigere Temperatur im Brennraum bedeutet die Reduktion der besonders problematischen Stickoxide. Durch diese Rückführung dringen aber stets Rußpartikel aus den Abgasen in die Schmierkanäle ein. Diese Partikel haben abrasive Eigenschaften. Dies zeigt sich vor allem an der Steuerkette. Die einzelnen Glieder arbeiten sich durch das verunreinigte Öl in die Verbindungsachsen ein. Dann längt sich die Kette, bis die Steuerzeiten nicht mehr stimmen. Im schlimmsten Fall droht ein Motorschaden durch ein aufgesetztes Ventil. Aber auch eine gelängte Steuerkette auszutauschen ist bereits eine sehr teure Reparatur. Um Abhilfe zu schaffen, ist es unabdingbar, die angegebenen Ölwechselintervalle des Herstellers exakt einzuhalten. Sicherheitshalber wird daher empfohlen, diese um mindestens 1000 km zu unterschreiten. So ist man immer auf der sicheren Seite. Selbstverständlich gehört grundsätzlich zu jedem Ölwechsel auch ein Austausch des Filters dazu.

Motoröl: Klassen und ihre Verwendung

Motoröl ist in verschiedene Klassen eingeteilt. Diese wurden von der “Society of Automotive Engineers” (SAE) festgelegt und mit einem 5-6-stelligen Code ausgezeichnet. Die ersten 2-3 Ziffern enden immer mit einem “W”. Sie geben die Mindesttemperatur an, bei der das Öl noch flüssig und pumpbar ist. Die letzten beiden Ziffern definieren die Viskosität. Diese bezeichnet die “Flüssigkeit” des Öls bei 100 °C. Sie wird in mm² pro Sekunde angegeben. Das bedeutet: Auf einer ebenen Fläche breitet sich ein 100 °C heißes Öl schneller aus, je höher die Viskositätsklasse ist. Da 100 °C ungefähr der üblichen Betriebstemperatur von Otto- und Dieselmotoren entspricht, wurde diese Bezeichnung festgelegt. Je dünnflüssiger ein Öl ist, desto schneller verteilt es sich im Motor. Die gebräuchlichsten Klassen sind folgende:

0W-40: Ab -40 °C, Viskosität 12,5 mm²/s -16,3 mm²/s
5W-40: Ab -35 °C
10W-40: Ab -30 °C
15W-40: Ab -25 °C
20W-50: Ab -20 °C, Viskosität 16,3 mm²/s – 21,9 mm²/s
10W-60: Ab -30 °C, Viskosität über 21,9 mm²/s
20W-60: Ab -20 °C

Es lässt sich grob sagen, dass mit steigender Leistung eine höhere Viskositätsklasse empfohlen wird. Insbesondere als Laie sollte man sich am besten auf die Angaben des Herstellers verlassen und stets Markenqualität verwenden. Ebenso wichtig wie die Verwendung eines hochwertigen Motoröls ist es, die Wechselintervalle exakt einzuhalten. Dann hält auch heute noch eine Steuerkette viele Hunderttausend Kilometer weit.

Getriebeöl nicht vergessen

Der Wechsel des Getriebeöls wird häufig ignoriert. Das ist vor allem bei Automatik-Getrieben problematisch, da diese bei altem Öl zu schweren Fehlfunktionen neigen. Getriebeöl ist zwar wesentlich teurer als Motoröl, es wird aber auch nur alle 50.000 bis 100.000 Kilometer gewechselt. Bei Schaltgetrieben ist der Tausch recht einfach, da diese eine Ein- und Auslassschraube besitzen. Automatikgetriebe zu schmieren ist dagegen aufwendig und sollte nur in einer Fachwerkstatt durchgeführt werden. Übrigens: Autos mit Heckantrieb haben noch ein zusätzliches Differenzial-Getriebe. Dort muss man auch das Öl in festgelegten Intervallen tauschen. TIPP: Fragen Sie bei Ihrer Werkstatt nach Additiven für das Getriebeöl. Die Industrie hat dazu sehr interessante Produkte auf den Markt gebracht, welche das Getriebe gut schonen und den Schaltvorgang besonders weich gestalten.

Weitere Öle am Auto

In der Servoanlage befindet sich ebenfalls Öl. Es hat zwar eine lange Lebensdauer, muss aber ebenfalls von Zeit zu Zeit gewechselt werden. Des Weiteren befindet sich in der Bremsanlage die Bremsflüssigkeit. Für dieses beträgt das Wechselintervall höchstens zwei Jahre. Diese Maßnahme dient der Fahrsicherheit und darf keinesfalls ignoriert werden!

Bildquelle:

  • Welches Öl gehört in mein Auto?: 267812453 @RS-Studios
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